Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 3

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 3

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 3

# Bericht

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 3
© Roland Steinfurth

Tag 8. Mittwoch, 08. Juli: Aufstehen, Frühstück noch mal am Pool. Noch mal abtauchen!

Wir verlassen das Gelände der Gemeinschaft gegen Mittag, dann machen wir in Santo Domingo noch ein gemeinsames Kaffeekränzchen. Danach ist jeder frei sich zu beschäftigen.

© Roland Steinfurth

Beim Altstadtbummel individuell läßt sich noch einiges entdecken. In den zahlreichen Second-Hand-Shops zu bummeln ist schon ein Erlebnis. Besonders mit Abendstimmung! Eine Schatzsuche im Wirrwarr von viel Krimskrams, doch das einzigartige Kleid oder den besonderen dominikanischen Hut als Fundstück zu entdecken und dann zu kaufen, auch möglich. Es gibt neben versteckten heimischen Produkten, bis Vintage-Mode auch hin zu einzigartigen Schmuck Accessoires, alles Mögliche. Dennis und unsere Driver gaben uns noch Insider-Tipps, wie man hochwertige Artikel erkennt, verhandelt und dabei lokale Anbieter unterstützt. Ich glaube jeder von uns hat beim Stöbern ein bisschen was für sich gefunden. Kleidung, Zigarren, Schokolade, Rum, wer stöbert findet auch.

Tag 9. Donnerstag, 09. Juli: Gut geschlafen und reichlich gefrühstückt, so machen wir uns am Tag 9 auf eine zweitägige Tour. Die vier Nissan- Pickups mit Driver waren startbereit, Dennis, Esleter, David und Miguel in Position.

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Es ging in Richtung Perdenales nach Westen, Richtung Grenze von Haiti. 200 km in etwa, wir sind über 9 h unterwegs gewesen. Die Straßen machten ein schnelles Fahren unmöglich in dieser schönen Serpentinenreichen Landschaft, mal befestigt und auch unbefestigt.     

Abseits von der Großstadt Santo Domingo sind die Dörfer oft recht ärmlich anzuschauen. Vielfach standen Leute zumeist Kinder am Straßenrand, um etwas zu verkaufen.

Unterwegs gab es aber auch noch einiges zu entdecken, wie die Bilder zeigen.

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Das Karibische Essen, ich habe es im Bericht Teil 1 schon angedeutet. An Kulinarischem gab es über die Tage so viel Interessantes mit Gaumenfreude zu erkunden. Die karibische Küche ist bunt, aromatisch und ein Schmelztiegel afrikanischer, europäischer, asiatischer und indigener Einflüsse, geprägt von exotischen Früchten, Gewürzen und Meeresfrüchten. Es gibt hier ganz Typische Zutaten!

Die Karibik bietet eine Fülle an tropischen und einheimischen Lebensmitteln: Kochbananen, Yams, Maniok, Süßkartoffeln, Brotfrucht, Kokosnuss, Fisch und Meeresfrüchte sind Grundnahrungsmittel. Gewürzt wird mit Piment, Scotch Bonnet-Chilis, Ingwer, Muskat, Nelken, Zimt, Koriander und Sofrito. Fleisch wie Huhn, Schwein, Ziegen- oder Rindfleisch wird oft über offenem Feuer gegart, während Fisch und Meeresfrüchte frisch zubereitet werden. Schon beim Lesen läuft einem der Speichel im Mund zusammen.

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Bekannt ist die Karibik auch für ihre Cocktails. Bekannte Cocktails: Daiquiri, Mojito und natürlich Piña Colada. Ansonsten haben wir uns meist ein kühles Presidente Bier gegönnt. All das, passt perfekt zu Karibik, Strand und Meer.

Unsere Hotelunterkunft war zu Unterschied zu den Dörfern schon fast luxuriös, mit Pool und einer Bar mittendrin, also echt zum Genießen. So war vor dem zu Bett gehen noch eine Pina Colada angesagt.

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Tag 10. Freitag, 10. Juli: Frühstück wie gehabt, anschließend war eine besondere Bootstour angekündigt. Es ging in kleinen Boten hinaus ins Karibische Meer, an der felsigen Küste vorbei bis zur sogenannten „Blauen Lagune“. Hier konnte gebadet, geschwommen oder geschnorchelt werden. Sonne Strand und Meer, viel mehr. Strand ganz weiß, aber körnig, kein Ostseestrand und das Meer in verschiedenen Blautönen schon optisch beeindruckend. Aber die Sonnentemperaturen gewöhnungsbedürftig, läßt mich stehts Schattenstellen unter Palmen suchen. Für den Tag sollte man am Morgen das Einkremen mit entsprechenden Sonnencremes nicht vergessen.

Dann ging es weiter an einen abgelegenen Strand zu den Salzwiesen, hier konnte man relaxen. Das Essen und die Getränke wurden per Boot angelandet und es gab reichlich, keiner musste darben.

Am Abend machte Dennis uns noch das Angebot an die haitische Grenze zu fahren. So ein Angebot musste man einfach annehmen! Alle hatten dort irgendwie ein mulmiges Gefühl. Erinnerungen an unsere Grenze zwischen Ost und West in Deutschland zogen in Gedanken auf. Auch hier wieder bettelnde Kinder und ständig Busladungen gefüllt mit Arbeitern aus Haiti die zurückgebracht wurden, um am nächsten Tag wieder einzureisen.

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Laut Schätzungen lebt eine halbe Million Haitianer in der Dominikanischen Republik. Tatsächlich dürften es deutlich mehr sein. Kein Wunder: In Haiti herrscht politisches Chaos, 5.600 Tote durch Ganggewalt gab es im vergangenen Jahr, Banden kontrollieren fast die komplette Hauptstadt. Die Hälfte der rund elf Millionen Einwohner hungert, während im Nachbarland die Wirtschaft boomt. Die beiden Länder teilen sich die Insel Hispaniola, haben etwa gleich viele Einwohner. Aber politisch gibt es große Unterschiede.

Die Ursachen dieser extremen Unterschiede reichen bis in die Kolonialzeit mit Sklavenhandel zurück. In Haiti ließen sich die französischen Kolonialherren, die Unabhängigkeit mit 150 Millionen Francs bezahlen. Die Folgen waren gigantische Schulden. Die Dominikanische Republik dagegen war spanisch kolonisiert, weniger auf Sklavenwirtschaft ausgelegt, die spanischen Besatzer mischten sich mit den Indigenen und Sklaven. Und während in Haiti der Plantagenanbau zu massiver Abholzung und Bodenerosion führte, blieb die Natur in der Dominikanischen Republik intakt.

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Eigentlich hat Haiti das gleiche Potenzial wie sein Nachbar. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt das Land sogar als exklusives Reiseziel und Geheimtipp. Heute sind die Gangs außer Kontrolle geraten, terrorisieren die Bevölkerung, sind hochgerüstet mit Waffen, die mithilfe krimineller Organisationen vor allem aus den USA nach Haiti geschmuggelt werden und den Konflikt weiter anheizen. Es ist verständlich, dass die Dominikanische Republik sich schützen will. Die dominikanische Regierung lässt eine Grenzmauer bauen, vier Meter hoch, mit Wachtürmen und Stacheldraht. Eine Dauerlösung ist das aber nicht, was wir dort an der Grenze gesehen und erlebt haben.

Abschließend fuhren wir auf den Dorfplatz des ersten dominikanischen Dorfes nach der Grenze zu Haiti. Eine ganz arme Gegend, so erzählte uns Dennis. Bevor wir zurück ins Hotel fuhren, schnell noch ein paar Abendbilder am Ufer vom Karibischen Meer.

Dann ließen wir am Pool den Abend ausklingen.

Tag 11. Samstag, 11. Juli: Das Frühstück, wie am Tage zuvor in der Hotelanlage ganz karibisch. Danach ging es zurück über Straßen und Wege zurück nach Santo Domingo. Stopp zu Mittag an der Stelle der Herfahrt. Wieder waren wir fast 10 h unterwegs und etwas müde am Hotel in Santo Domingo angekommen. Eine kleines gemütliches Abendessen in erlebnisreichem Austausch rundete auch diesen Tag ab.

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Tag 12. Sonntag, 12. Juli: Das Frühstück, wie an den ersten Tagen, auf dem Platz vor der Kathedrale in Santo Domingo. Da heute Sonntag ist, ist noch Zeit sich der Flora und Fauna und der Architektur in Santo Domingo zu widmen. Architektur und Flora gibt es bei unserem Stadtbummel genug zu betrachten.

Flora und Architektur waren uns auf der ganzen Reise ein ständiger Begleiter. Eine vielfältige Flora, die durch ihre tropische Arten geprägt ist. Diese Flora umfasst eine Vielzahl von Pflanzenarten, die in verschiedenen Lebensräumen vorkommen, darunter tropische Wälder, trockene Dornbuschlandschaften, Gebirgsregionen, Mangrovenwälder, Feuchtgebiete, Flusstäler und Küstenzonen. Zu den bekanntesten Pflanzenarten gehören der Mahagoni-Baum, Königspalmen, Hibiskus, Bananenstauden, Kakao, Kaffee, Mango, Kokospalmen und viele weitere tropische Pflanzen. Diese Pflanzen sind nicht nur Teil der Landschaft, sondern auch der Küche, Landwirtschaft, Medizin und Handwerk der Dominikanischen Republik.

Ja und an Architektur ist vieles zu entdecken, Die prächtigen Landschaften der Dominikanischen Republik bilden die Kulisse für ein einzigartiges architektonisches Erbe, das von der reichen und bewegten Geschichte dieses pulsierenden und farbenfrohen Landes zeugt. Dieses reiche Erbe hat dazu geführt, dass das historische Zentrum von Santo Domingo zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Unser Hotel liegt mitten in der Altstadt in der sogenannten „Kolonial-Zone“. Die Kolonialzone von Santo Domingo ist die Mutter aller Kolonialstädte Amerikas, da ihr Modell auf dem gesamten Kontinent übernommen wurde. Die Kolonialstadt zeichnet sich durch einen schachbrettartigen Grundriss aus, dessen gepflasterte und geradlinige Straßen auf die Plaza Mayor oder den Parque Central zulaufen. Umgeben von Arkaden vereint dieser zentrale Platz alle Macht. Es sind zumeist Häuser, die nicht höher als ein oder zwei Stockwerke sind. Sie sind aus Stein, Ziegel oder Lehm gebaut und an ihren roten Dachziegeln zu erkennen. Auch die Moderne hat Einzug gehalten, das war zu sehen bei unseren Durchfahrten durch die Vorstädte von Santo Domingo, hier waren die vielen Hochhäuser und modernen Tunnel und Brücken prägend.

Eigentlich bietet die Fauna der Dominikanischen Republik so Vieles, doch wir waren ja zur Primiz eingeladen. So kam die Fauna zu kurz. Die Dominikanische Republik beherbergt eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten, darunter über 300 Vogelarten, Säugetiere und eine reiche marine Fauna.

Wie schon erwähnt, für die Wale kamen wir zu spät. In den Gewässern rund um die Dominikanische Republik leben majestätische Buckelwale und Delphine, die oft in den warmen Gewässern der Karibik zwischen Januar und Mai gesichtet werden. Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische, Korallen, Schmetterlinge, Säugetiere, eine riesige Vielfalt gibt es in diesem Land. Ein Anlass noch einmal wiederzukommen.

Schnell vergeht die Zeit, um 12 Uhr sind wir zum Gottesdienst in der Kathedrale von Santo Domingo verabredet.

© Roland Steinfurth

Die Gottesdienstfeier mit Erzbischof Francisco Ozoria Acosta, mit schon gewohnten karibischen Klängen hatte ein besonderes Ende, es wurden alle Anwesenden der unterschiedlichen Nationen, nacheinander aufgerufen sich zu erheben und dann herzlich begrüßt. Bei uns in Stralsund könnte man so ebenfalls, zumindest in den Sommermonaten Gottesdienstteilnehmer begrüßen, die nicht zur Gemeinde gehören, die in Vorpommern Urlaub machen.

Unsere Zeit in der Dominikanischen Republik zur Primizfeier von unserem Dennis ging zu Ende. Erlebnisse, die man nicht so schnell vergisst. Ein große Dankeschön dafür ganz besonders und intensiv an Dennis ganz persönlich.

Nach dem Abschied von Dennis, Einchecken, Bording alles in Ordnung. Eigentlich alles in der Zeit, die Borddurchsage – „Unerwünschte Person und Gepäck im Flieger“- (Drogen) Mit fast einer Stunde Verspätung heben wir ab. Condor Gold-Weiß gestreift hat uns wieder. Mit der Zeitverschiebung fliegen wir in den Montag hinein. Ein paar Krimis und Komödien tragen zum Zeitvertreib bei. Frankfurt in Sicht, dort dann noch etwa 3h Aufenthalt, bis wir Richtung Berlin abheben.

Tag 13. Montag, 13. Juli: Ein entspannter Flug von Santo Domingo mit Condor A330 Gold-Weiß gestreift bis nach Frankfurt. Das Umsteigen in Condor, Grün-Weiß A320 bereitet keine Probleme. Da wir in der 5. Reihe Sitzplätze gebucht hatten, sind wir hier in der Business-Klass. Ok! Die eine Stunde Flug vergeht nach dem Flug zuvor, sprichwörtlich, „Wie im Fluge!“.

© Roland Steinfurth

Um 15:30 h sind wir in Berlin angekommen, Gepäck alles verstau, ab ins Parkhaus gegenüber. Nach 2,5 h Fahrt sind wir wieder in der Heimat in Stralsund angekommen.

Tag 14 – Tag 17. von Montag - Donnerstag, 13.-17. Juli: Ein Teil unserer Reisegruppe ist noch bis Mittwoch geblieben und dann zurückgeflogen. Nun sind alle wieder in der Heimat wohlbehalten angekommen. Sogar das private Gepäck der Mittwoch zu Donnerstag Reisenden wurde persönlich an die Heimatadresse geliefert, nach dem es in Frankfurt nicht zu umladen kam. Auch Pfarrer Mathias Faustmann hat sich mit guter Ankunft aus Mexiko und herzlichen Grüßen für alle Mitreisenden gemeldet.

© Roland Steinfurth

Diese Reise zur Primiz von unserem Dennis wird jeder, der dabei war noch lange im Gedächtnis behalten. Danke an alle organisatorisch Beteiligten. Danke an Dennis Mama und Papa, an seine Brüder, an unsere Driver, Eslater, Miguel und David mit ihren erlebnisbetonten, rasanten Fahrten, den Frauen und Männern aus den Gemeinden für die Gastfreundschaft, das leckere Essen und Trinken, Natürlich auch der karibischen Musik. Dank den Gemeinschaftsmitgliedern für die rundum Sorge in allen Belangen! Danke allen Mitreisenden für unser gemeinsames Miteinander in Sorge, Hilfe und Unterstützung. Möge der Frohsinn und die Geselligkeit dieser Tage noch lange in uns Wirken. Danke dem Vater im Himmel für 10 Tage und mehr Lebensfreude, die wir weitergeben wollen.

Die Musik der Insel, die in Santo Domingo durch die alten Straßen pulsiert, wie bunte Kostüme gewöhnliche Menschen in lebendige Kunstwerke verwandeln und die ansteckende Freude mit Sonne und Meer, die sich durch die ganzen Tage hielt – es war einfach magisch. Danke das wir dabei sein durften!

Die Mitreisenden Stralsunder Gemeindemitglieder von Sankt Bernhard:   

Marlis Klüss, Hiltrud Heidenreich,

Martina und Roland Steinfurth

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