Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 2

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 2

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 2

# Bericht

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 2

Tag 4. Samstag, 04. Juli:  Zum Frühstück ins selbe Restaurant wie in den Vortagen, diesmal eine fruchtige Variante Frühstück zum Tagesbeginn gewählt.

Schon auf der Straße dorthin Begegnungen mit den Einheimischen, die gemeinsam essen, trinken und spielen oder musizieren. Mal besser, mal nicht so.

Den Vormittag kann dann jeder individuell angehen, mit meiner Frau lassen wir uns in einer Elektro-Kutsche die Stadt, Hafen, Meer und Besonderes mit entsprechenden kurzen Haltepunkten zeigen. Mittagessen ist wieder gemeinsam mit allen in der Gruppe.

Heute ist Vorabend zum Tag des Herrn, in der Dominikanischen Republik wird hier in Dennis Heimat nun natürlich seine Primiz nachgefeiert. Schon von weitem Buntes, exotisches entlang der Straße zur Kirche “Santa Maria“

Viele Katholiken in Lateinamerika spricht eine „trockene“ katholische Sonntagsmesse nicht mehr so sehr an wie ein charismatischer Gottesdienst in einer Pfingstkirche. Menschen erwarten sich konkrete Antworten in ihrer persönlichen Lebenslage. Sie wollen Gott erfahren, berühren, begegnen.

Die Kirche in Lateinamerika kommt auch ohne Kirchensteuer und viele Priester aus. Hier schwingen Laien das Zepter. Wer sich auf die Kirche in Lateinamerika einlässt, kann viel von ihr lernen. Die lateinamerikanische Kirche ist geistlich und religiös so reich, dass wir in Deutschland und Europa viel von ihr lernen können.

Im Pfarrgemeinderat diskutieren wir gerne darüber, welche Würstchen es beim Pfarrfest geben soll und wer nun diesen oder jenen Kuchen vorbereitet. Im Gegenzug vergessen wir zu beten, den Glauben weiterzugeben und für den eigenen Glauben auch einmal im beruflichen Alltag einzustehen. Die Kirchensteuer gibt vielen Katholiken überdies das Gefühl: Ich unterstütze die Kirche schon finanziell. Dann bin ich ja raus aus dem Schneider. Mit dieser Weichspüler- und Kopf-in-den-Sand-Mentalität ist eine Kirche für niemanden interessant. Wir müssen und sollten von dieser Kirche lernen!

Dennis hat immer wieder beteuert, dass es nichts Besseres gibt, als diese Feste selbst in seiner Heimat mitzuerleben. Das Fest beginnend mit dem Gottesdienst um 18 h, dem Abschluss mit Handkuss statt einem Primiz Segen des Neupriester, für uns nicht nachvollziehbar und gewöhnungsbedürftig, hier aber Tradition. Die mitreißenden Lieder, das anschließende Essen und Tanzen stecken schon eher an mitzumachen. Sie sind da ein anschaulicher Beweis für die in diesem Land gelebte Lebendigkeit gerade im Glaubensvollzug. Die schöne Atmosphäre läßt die Zeit dahinfließen. 3 Stunden dauerte der Gottesdienst. Im Anschluss eine musikalische Abendmahlzeit mit Spannferkel auf dem Gelände der Kirche.

Müdigkeit ist nicht zu spüren, doch der nächste Tag ist schon in Sicht, also satt und fröhlich ins Hotel und Nachtruhe. Morgen ist Sonntag und wir gehen auf Reisen. Wieder, Natur pur, wir lassen uns mal überraschen! Die Naturlandschaften, darunter tropische Regenwälder, Hochgebirge, Wasserfälle, Mangroven und paradiesische Strände. eine reiche Flora, die von tropischen Regenwäldern bis hin zu besonderen Pflanzen reicht hat in jedem Teilstück ein gewisses Etwas. Die Fauna umfasst exotische Vögel, faszinierende Insekten und majestätische Meeresbewohner. Besonders hervorzuheben sind die Buckelwale, die zwischen Januar und März in den Gewässern, um die Halbinsel Samaná zu sehen sind. Leider haben wir schon Juli! Genug nachgedacht, Schaf ist gut und wichtig. Gute Nacht!

Tag 5. Sonntag, 05. Juli: Heute heißt es früh aufstehen, um 5:30 h werden wir von unseren Fahrern (Drivern) abgeholt. Eigentlich sollte die Insel Saona unser Ziel nach Dennis Plan sein.      

Nur spielt heute das Wetter nicht mit, hier in der Dominikanischen Republik haben wir jetzt Regenzeit und da gibt es schon mal kurzzeitigen Wetterumschwung. Dennoch fahren wir wieder rasant in die Provinz Parque Cotubanama zur Bootsfahrt. Die karibische Musik an Bord tut das ihrige!  Musik ist ein zentraler Bestandteil des karibischen Lebens und die kann schon laut sein, so unsere Erfahrung. Wenn man über karibische Musik spricht, so ist Reggae angesagt. Reggae ist erhebend und eingängig, mit beschwingten Rhythmen und Texten, die auf Themen aus der karibischen Vergangenheit wie Sklaverei und Freiheitswille verweisen. Reggae-Musik neben faszinierenden Braek Dance Einlagen! Man braucht gar nicht viel erzählen, die Bilder oben und darunter sprechen für sich.

In gemütlicher Abendstimmung beenden wir den Tag, nach wie schon bekannter rasanter Pickup Rückfahrt, bei Gesprächen, Snacks zum Drink in einer Altstadtbar.

So richtiges Nachtleben, dafür war die Reise nicht gedacht, aber gemütlich plaudern mit nicht zu lauter karibischer Musik. Unsere Ohren waren noch voller Lauter Karibischer Klänge von der Bootsfahrt. Beim karibischen Nachtleben geht es nicht immer um laute Partys, überfüllte Clubs oder Touristenbars. In Santo Domingo gibt es noch Orte, an denen die Nacht anders verläuft: lange Gespräche, Live-Musiker, Paare, die langsam tanzen, und ältere Generationen, soziale Traditionen, eine Ahnung bekommen wir beim heimwärts schlendern ins Hotel. Überall am Abend karibische Live-Musik, da sind Boleros und tropische Rhythmen leise im touristischem Nachtleben auf dem Weg zum Hotel zu hören.

Dann eine gute Nacht und auf einen neuen spannenden Morgen.

Tag 6. Montag, 06. Juli: Heute zum Tagesbeginn mal ein Wochen Anfangs Omelett probiert, ich war bis zum Mittag gut gesättigt, der Morgenkaffe tat auch gut.

An diesem Montag haben wir uns für mehrere Tage aus unserem Hotel verabschiedet.

Eine längere Reise in verschiedenen Abschnitten haben wir vor uns. Beginnend mit unserer schon bekannten Autofahrt in die Berge. Zwischen Stopp am Meer zum Baden und Mittagessen.

Weiter ging unsere Reise zu unserem neuen Übernachtungsort. Im spirituellen Exerzitien- und Ausbildungszentrum, einer zentralen Anlaufstelle der „Casa Arquidiocesana Maria de la Altagracia des Neokatechumenalen Weges war für uns für zwei Nächte reserviert. Wir wurden vom Leiter der Anlage empfangen von den Schwester (Jungfrauen) ganz in Weiß gekleidet singend begrüßt und bekamen unsere Zimmer zugewiesen mit je einer persönlichen Schwesternbegleiterin. Alles First Klass! Ein für uns ungewohnter, schon beeindruckender Rückzugsort für geistliche Einkehr, insbesondere für die Kirche der Karibik und Lateinamerika.

Der "Neokatechumenale Weg" zählt zu den neuen Geistlichen Gemeinschaften in der katholischen Kirche. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, Christen langfristig auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und ihr religiöses Leben zu intensivieren. Das versuchen die Mitglieder durch geistliche Übungen sowie durch die Bildung fester Gruppen, die über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren bestehen. Der Name der Gemeinschaft lehnt sich an die Einführung von Taufbewerbern ("Katechumenen") in den christlichen Glauben an. Der Vatikan hat sich lange Zeit genommen, die Gemeinschaft zur Abfassung von Statuten zu veranlassen. Erst 2008 und nach fünfjähriger Erprobungsphase wurde sie endgültig kirchenrechtlich anerkannt. Die Bewegung umfasst nach eigenen Angaben rund 21.300 Gemeinschaften mit 1,5 Millionen Mitgliedern in 134 Nationen. Es gibt 120 Neokatechumenale Priesterseminare, die alle den Namen "Redemptoris Mater" (Mutter des Erlösers) tragen. In Deutschland sind es in 15 Diözesen rund 90 Gemeinschaften mit rund 2.300 Mitgliedern sowie 2 Priesterseminare in Köln und Berlin. Unser Pfarrer Johannes Schaan, der Vikar Emanuele Cimbaro und unser neuer Kaplan und Reiseführer Dennis Jonneilys Castillo Jimenez gehören dieser Gemeinschaft an.

Wir haben einiges von der Anlage gesehen und sind begeistert, genießen das Abendessen am Pool und nach einem kühlen Bier und einer Abkühlung im Pool haben wir eine gute Nacht.

Tag 7. Dienstag, 07. Juli: Frühstück wieder am Pool, sowie einer sich daran anschließenden umfangreichen Führung durch den gesamten Komplex. Die folgenden Bilder können nur ansatzweise zeigen welchen Glanz und welche Pracht die Anlage ausstrahlt.

Die Anlage besteht aus mehreren Ausbildung Häusern, hat eine Kirche, separate Speisesäle, Konferenzräume, einen Pool und diverse Freizeiteinrichtungen.

Am Nachmittag feiern wir mit den Schwestern (Jungfrauen), jetzt nicht in Tracht, alle schick gekleidet, in der Kirche einen Gottesdienst mit viel Freude und Gesang.

Daran schließt sich ein feierliches Abschiedsbankett mit Überraschungsgeschenken und Tanzeinlagen an. Die Schwestern am Abend nicht in ihren Gewändern, sondern ganz privat in fescher jugendlicher Kleidung und tänzerisch voll dabei. Irgendwie zwei verschiedene Welten die da aufeinandertreffen. Als Gastgeschenk erhalten alle Frauen eine Kette mit Ohrringen aus blauen Steinen, die Männer jeder eine große Flasche heimischen Rum. Womit haben wir das verdient?

Die Gastfreundschaft in der Karibik ist ein zentrales Element des karibischen Lebens und auch unseres Reiseerlebnisses. Sie ist nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität in der Region. Die Menschen in der Karibik begrüßen Besucher mit offenen Armen und einem Lächeln, was zu einem unvergesslichen Aufenthalt führt. Die Gastfreundschaft wird durch Vertrauen, Zuwendung und Dienstbereitschaft geprägt, die bei der Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung der Gäste entgegengebracht werden. Darum auch unsere Gastgeschenke! Da sollten wir Europäer uns eine gewaltige Scheibe abschneiden. Wie man so schön sagt!

Mitreisenden Stralsunder Gemeindemitglieder von Sankt Bernhard:   

Marlis, Hiltrud, Martina und Roland

Dies könnte Sie auch interessieren

0
Feed

Katholische Kirchengemeinde Pfarrei St. Bernhard Stralsund/Rügen/Demmin • Frankenstr. 39 • 18439 Stralsund

Hinweisgebersystem