Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 1

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 1

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 1

# Bericht

Primiz-Reise in Dennis Heimat - Teil 1

Diaspora heißt, auf Mission zu sein – (Zitat Dennis)

Heimat Primiz heißt, – christliche Lebensfreude pur erleben

Wir wurden eingeladen mit unserem Neupriester Dennis einige Tage in seiner Heimat dabei zu sein, konnten erleben wie Familie und Gemeindeglieder vor Ort ein solches Fest feiern. Dazu später! Kennen Sie Dennis? Hier einmal etwas ausführlicher über ihn und seinen Weg zum Priester:

Dennis Jonneilys Castillo Jimenez, wie er mit vollem Namen heißt hat schon als Kind frühzeitig Entscheidungen treffen müssen. Er stammt aus Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. „Ich komme aus einer speziellen Familie“, sagt der bald 32-Jährige. Die Mama ist katholisch, der Papa Atheist gewesen, nicht ungewöhnlich in diesem Land. Dennis wird zwar getauft; für den Weg mit Gott entschied er sich jedoch noch einmal ganz bewusst so sagt er: „Denn ich habe ein Wunder gesehen.“ Als er acht Jahre alt war, wurde seine Mama, die ihren Glauben mit dem Neokatechumenalen Weg begann, schwer krank. Sie hatte Krebs! Der Ortspriester besuchte sie, betete für sie und die Krankheit ging glücklicherweise mit Gottes Fügung. „Das hat mich geprägt.“ Ein Jahr später bekehrte sich auch der Vater. „Er war immer distanziert und zeigte plötzlich Liebe zu uns Kindern, denn auch ihn hat die Heilung beeindruckt“, erinnert sich Dennis. Als Kind habe er viel Schlechtes und Misshandlung erlebt, aber auch die Person des Priesters, der sich um ihn gekümmert habe. „Das und Mutters Heilung sowie Vaters Bekehrung ließen mich selbst intensiv in Gläubigkeit darüber nachdenken Priester werden.“

Mit dem Eintritt in das Priesterseminar des Neokatechumenalen Wegs in seiner Heimatstadt begann 2013 für Dennis ein langer Weg, gesäumt von unterschiedlichsten Stationen. Er führte ihn bis an die vorpommersche Ostseeküste, wo er nun als Priester in der Pfarrei St. Bernhard Stralsund-Rügen-Demmin bei uns tätig ist. Denn 2014 entschied bei einem Berufenen Seminar in Italien das Los, dass ihn seine Reise nach Deutschland führen werde. Im Jahr darauf trat Dennis dann ins Redemptoris Mater- Seminar in Berlin ein.

Die deutsche Hauptstadt empfing ihn auf ihre Weise: „Es war ein kleiner Schock. Das Januarwetter war eine große Herausforderung“, meint der in der Karibik Geborene. Schnell lernte er Deutsch und wurde, so sagt er selbst, überall gut aufgenommen. Auf drei Jahre Philosophiestudium folgten zwei Jahre Theologie. „Das habe ich an der Gregoriana in Rom abgeschlossen“, sagt er nicht ohne Stolz. 2022 begleitete er einen italienischen Priester zwölf Monate lang auf Mission in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz. „Wir haben Familien des Neokatechumenalen Wegs besucht und ich habe für ihn übersetzt.“ Dann folgte ein Jahr Familienmission in Meran in Südtirol. Hier gab er sogar schon Deutschunterricht für Kinder. Aber liebe Leser Sie haben ja selbst schon mit ihm kommuniziert, sprich geredet. Sein Deutsch perfekt!

2024 startete sein Pastoralkurs bei uns in Stralsund unter seinem Mentor unserem Pfarrer Johannes Schaan.

In der Diaspora zu wirken, bedeute für ihn, auf Mission zu sein. „Wenn ich 100 Kilometer fahre und dann sind da fünf Leute, ist das egal. Wir sind gerufen, für alle da zu sein, wenn wir gebraucht werden.“ Sein Primiz Spruch zitiert den heiligen Johannes „Don“ Bosco: „Gib mir die Seelen, nimm alles andere.“

REISEN MACHT NEUGIERIG

Europäisch gelassen treten wir Eingeladenen, unsere sogenannte Lateinamerika Primiz Reise mit Dennis Castillo unserem neuen Kaplan an. Mit von der Partie aus unserer Gemeinde sind Marlis Klüss, Hiltrud Heidenreich, Martina Steinfurth und ich als Berichterstatter. Also vier fliegende, katholische, fotografierende, sundisch dreifaltige Gemeinde Reporter, an Bord des Condor-Fliegers, grün-weiß gestreift, der in Berlin abhebt. Ebenso wurden neben unserem Pfarrer Johannes Schaan, den Pfarrvikare Emanuele Cimbaro, Bernhard Scholtz aus unserer Gemeinde „Heilige Dreifaltigkeit Stralsund“, weitere Priester aus den Gemeinschaften des Neokatechumenalen Weges, Einzelpersonen und eine Familie mit drei Kindern zum Fest eingeladenen. Sie kommen zumeist aus katholischen Berliner Pfarreien. Rundherum sind wir eine deutsch, polnisch, italienisch, spanisch, armenische Reisegruppe unter Führung von unserem Dennis aus der Dominikanischen Republik. Also eine bunte Truppe!

Bei uns geht es heute los. Wir sind der Meinung das wir uns gut, jedenfalls gedanklich auf die Reise vorbereitet haben. Kleidungstechnisch ist Leichtigkeit angesagt, Temperaturen um die 30 Grad und mehr. Sprachlich gibt es Übersetzer-Apps, also händelbar. Die Zeitumstellung, schon problematischer, der Tipp sich einfach in die Zeit beim Ankommen zu integrieren scheint sinnvoll. Geldtechnisch, den Dollar kennen wir, die Umrechnung in dominikanische Pesos zumindest vom Hörensagen und die Pässe sind auf dem neusten Stand.

Nach einer Nacht im Hotel am Flughafen in Berlin, geht es los! Den Abend zuvor waren wir noch auf dem Caritas „Sommerfest“ in Berlin-Neukölln. Aber das ist eine andere Geschichte.

Da wir bei uns Sommerzeit haben ist es 6 Stunden früher in der Dominikanischen Republik. In Frankfurt haben wir noch etwas über 3 h Zeit und wechseln von Condor A320 Grün-Weiß, auf Condor A330 in gold- weiß. Es ist Mittwoch, 01. Juli, als wir losfliegen, bei etwa 10 Stunden Flug mit Zwischenlandung in Puerto Plata an der Atlantikküste sind wir mit der Zeitverschiebung am selben Tag dann sicher gelandet.

Also dann! Einfach hinein ins Karibische Inselleben.

Wir haben schöne und erlebnisreiche Tage vor uns. Dazu kommt, dass wir in die katholischste Ecke der Welt fliegen. Mehr als die Hälfte aller Katholiken (ca. 556 Millionen von 1,1 Milliarden) lebt heute in Lateinamerika, die Karibik inbegriffen. Kein Bereich der Erde ist so katholisch wie die spanisch- und portugiesisch sprachigen Länder Amerikas. In der Dominikanischen Republik wird spanisch gesprochen. Diese ‘dominikanische Sprache‘ hat faszinierende und reichhaltige Aspekte. Die Amtssprache der Dominikanischen Republik ist wie gesagt Spanisch, aber diese spanischsprachige Version hat etwas eigenes, was man anderswo in der spanischsprachigen Welt nicht findet. Die erste Bekanntschaft mit der Sprache machen wir bei der Einreise Kontrolle. Alles Ok! Dann doch noch mal in Puerto Plata aus dem Flieger und alles kontrollieren, auch mit Drogenhund noch einmal.

Es gibt so viel Interessantes und Erzählenswertes von der Dominikanischen Republik zu berichten. Am besten, wir machen ein Reisetagebuch:

Anreiseabend:

Am Flughafen in Santo Domingo werden wir von Dennis, seinem Bruder Eslater, Migel und David mit dem ortsüblichen „Ola“ begrüßt und abgeholt. Neben Dennis sind diese drei unsere Fahrer für die kommenden Tage.

Nach der herzlichen Begrüßung und einer kurzen, rasanten Autofahrt durch die Millionenstadt Santo Domingo werden wir singend von Familie und Mitgliedern der Heimatgemeinde von Dennis im dortigen katholischen Gemeindezentrum begrüßt. Selbst zubereitete Speisen, Essen und Trinken wurde reichlich aufgetragen. Zur Verdauung erste rhythmische Tänze. Dann ab ins Hotel, mitten ins Zentrum von Santo Domingo.

In der Hoffnung auf eine Gute Nacht und erholsamen Schlaf! Ein kurzes Dankgebet mit Gedanken schon im kommenden Tag, Altstadt und anderes sind angesagt.

Tag 2. Donnerstag, 02. Juli: Gestern gut gelandet! Nach einem mehr als zehnstündigen doch anstrengenden „Condor“ Flug, landet man in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Der Flughafen ist noch etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Wir wurden zum Abendessen in die Heimatgemeinde von Dennis eingeladen. Unser erstes karibisches Gemeinschaftserlebnis, dann ab zum Hotel und einchecken. Ausgeschlafen!!??? Erwähnenswert noch, dass Pfarrer Matthias Faustmann zu uns gestoßen ist und sich unserer Reisegruppe angeschlossen hat. Er ist zur Zeit in Mexiko City Pfarrer und ist von dort zu uns gekommen. Er absolvierte unter Pfarrer Reinhold Janiszewski sein Diakon-Praktikum bei uns in Stralsund.

Morgens schon Temperaturen anders als bei uns zu Hause. Erstmal Durst, Durst, Durst und einen Happen essen. Mal schauen was da so angeboten wird? Ok, nicht immer erkennbar was es ist, aber es schmeckt! Dennis hat sich ja schon mit seinen Plänen für die Tage in der Karibik-Whats App Gruppe bemerkbar gemacht.

Frühstück und Altstadt erkunden

Der Schlaf hat gutgetan, ich bin eigentlich schon in der karibischen Zeit. Den Damen geht es unterschiedlich, Morgen denke ich sind wir dann alle im Rhythmus mit karibischer Zeit. Wie gesagt, gut geschlafen? Schön! Dann geht es heute in die Altstadt von Santo Domingo, die Zona Colonial. Dies ist sowieso der schönste Teil der Stadt, und man kann hier leicht ein paar Stunden verbringen. Da wir mittendrin unser Hotelquartier haben, frühstücken wir im Park vor der Kathedrale von Santo Domingo. Unser erster Eindruck vom Essen Angebot, überschaubar und irgendwie dominikanisch.

Auf unser ersten Altstadt Runde statten wir den vielen Plätze und Gebäude zu Ehren von Christoph Kolumbus einen Besuch ab und bewundere die schöne Architektur der bunten, kolonialen Häuser. Die Altstadt ist klein, aber unglaublich gemütlich!

Später werden wir noch in der Abenddämmerung nach draußen gehen. Dann füllen schöne karibische Beats die Straßen, und die Partykultur kommt zum Vorschein! Eine Party für Jung und Alt, aber vor allem eine, die man niemals wieder vergessen wird! Dazu das Essen und Trinken, mit diesem authentischen gastronomischen Erlebnis taucht man in die reichen kulinarischen Traditionen der Dominikanischen Republik ein. Entdeckt die Aromen, die die dominikanische Kultur definieren, während wir sorgfältig ausgewählte lokale Getränke genießen.

Kurz zum ESSEN in der DOMINIKANISCHEN-REPUBLIK

Am besten beginnt man sein Essen mit der traditionellen dominikanischen Vorspeisen wie Sancocho – einem herzhaften, seelenwärmenden Eintopf, der als Nationalgericht gilt – und knusprigen Ziegenkroketten, die die afrikanischen und spanischen Einflüsse der Insel zeigen.

Dann zum Hauptgericht „La Bandera Dominicana“ (Die dominikanische Flagge), das beliebte tägliche Gericht der Dominikaner überall. Dieses komplette Gericht besteht aus fluffigem weißen Reis, herzhaften gedünsteten Bohnen, zartem gedünstetem Fleisch und einem frischen knackigen Salat – eine perfekte Balance aus Aromen und Texturen. Das kulinarisches Abenteuer beinhaltet ein umfangreiches Getränkeprogramm. Genieße frischen saisonalen Saft, Pina Colada gehört dazu. Für die Männer stand immer ein „Presidente-Bier“ bereit.

Aber wir sind jetzt nicht beim Essen, sondern die Altstadt Tour ist unser Ziel.

Zunächst gibt es eine kleine Tour durch die Kathedrale von Santo Domingo, in der wir am letzten Sonntag zum Gottesdienst mit dem amtierenden Oberhaupt der katholischen Kirche in der Dominikanischen Republik, Erzbischof Francisco Ozoria Acosta, Heilige Messe feiern.

Unser von Dennis gebuchte Guide wusste sehr viel aus der Geschichte zu berichten. Die Kathedrale von Santo Domingo ist die erste katholische Kirche in der „Neuen Welt“ Als nächstes machen wir Halt im „Pantheon Nationale“, es ist ein historisches Mausoleum, in dem die Nationalhelden des Landes ruhen. Es ist berühmt für seine ständige Ehrenwache und die dort abgehaltenen Wachablösungen. Ein Besuch in einer Zigarrenfabrik zeigte die mühevolle Handarbeit in der Zigarren hergestellt werden.

Eine kurze Autofahrt bringt uns zum Kolumbus Leuchtturm 1992 zur Feier von 500 Jahren der Entdeckung Amerikas eingeweiht. Papst Johannes Paul II. war mit seinem Papamobil auch dabei. Auf der Rückfahrt streifen wir die alten Festungsmauern und den Hafen. Unsere Tour für heute endet am Acuario Nacional, es gibt viele bunte Fische und Reptilien, ein Tunnel aus Plexiglas führt durch die Anlage. Für alle nicht Stralsunder etwas tolles, für uns ein Mini-Ozeaneum, am Ausgang ein Finnwal Skelet erinnert uns an die traurige Geschichte von Timmy in der Ostsee zu Hause.

Tag 3.Freitag, 03.Juli: Gestern hat Dennis uns schon vorbereitet!

Es geht in die Berge, Wasserfälle und wilde Schluchten erwarten uns. Langsam haben wir uns an die Temperaturen, die im Land vorherrschen gewöhnt.

KLIMA UND TEMPERATUREN, DIE MENSCHEN

Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen sowie ganzjährige Niederschläge charakterisieren das feuchtwarme Klima der Dominikanischen Republik. Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt ca. 27 °C und ihre Schwankungen sind vergleichsweise gering, sowohl zwischen Höchsttemperaturen im Sommer und Tiefsttemperaturen im Winter als auch zwischen Atlantikküste und Karibischem Meer.

Die Dominikanische Republik ist ein ganz, ganz besonderer Ort in Lateinamerika. Sie war der erste Ort, an dem sich die Männer von Christoph Kolumbus niederließen, als Amerika 1492 entdeckt wurde. Aber wenn wir die Dominikanische Republik mit etwas in Verbindung bringen, dann ist es der Tourismus. Man findet hier fantastische Strände. Das ist bei weitem das beste Gesicht des Landes. Und das nicht ohne Grund.

Aber, die Dominikanische Republik hat auch noch ein anderes Gesicht. Denn hier, in diesem Land, gibt es viel Licht, ja ... aber auch viel Schatten, den auch wir sehen. Müll am Strand, Armut spürbar an vielen Ecken. Doch im großen Ganzen wird eine andere Aufmerksamkeit, eine andere Teilhabe und ein Miteinander als in Europa spürbar.

Auf unserer Tour zu den Wasserfällen ist die erste Station im Haus von Dennis Mutter, die mit uns auf Tour geht. In El Higüero Dennis Elternhaus. Ein zu Hause klein einfach und bescheiden.

STÄNDE UND MÄRKTE

Auf der weiteren Tour halten wir an einem geschäftigen Markt auf dem Weg zu den Wasserfällen, wo Essen, Kultur und Mode zusammenkommen. Wie selbstverständlich bietet einer der Obsthändler allen unseren Mitreisenden Frauen seine private, primitive Hütten-Toilette an. Sie bekommen noch eine Mango mit auf den weiteren Weg.

Dann angekommen im Camp in Los Cacaos in San Cristobal geht es auch schon los, Aufstieg zur großen Wasserfall Höhle. Ein unvergessliches Erlebnis zwischen den Felsen emporzuklettern, durch kleine Seen zu schwimmen, zu tauchen.

Es ist ein Abenteuer für einen Tag, man steigt die Wasserfälle hinauf und herab. Dies ist ein Spaß für Jung und Alt!  Unbeschreiblich die Wasserfälle hautnah zu erleben und hinunterzurutschen. Jedoch passt die Beschreibung für jedes Alter und die Laufzeit, man läuft länger als die Aktivität lang ist. (Insgesamt 1 h bis 1,5 h hoch und ist in 45 Minuten dann runter) Auch wenn man unsicher ist oder Angst hat waren alle sehr hilfsbereit, um einer den anderen zu unterstützen, wo es notwendig schien.

Nach etwa der angegebenen Zeit ist die Höhle mit Wasserfall und Höhlensee erreicht. Kurzzeitig entspannen, Luft holen und es geht retour.

Dies geht etwas schneller da teilweise untere Seen mit einem mutigen Sprung von kleinen Wasserfällen schneller erreicht werden können. Trotz allem ist die Gefahr des Abrutschens, wie mir zum Glück nur mit kleinen Blessuren passiert, immer akut. Im Camp erwartet uns wieder einmal eine tolle dominikanische Gaumenfreude.

Abschließend die fast schon gewohnte rasante Heimfahrt ins Hotel. Ausruhen-Schlafen.

Die Mitreisenden Stralsunder Gemeindemitglieder von Sankt Bernhard:

Marlis, Hiltrud, Martina und Roland

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