Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 65

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 65

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 65

# Jubiläum250

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 65

Katholische Priester Mitte der 80/90jiger 

Sehnsucht nach Freiheit – Wendezeit in Stralsund  

  • 1989 23. Oktober, Friedensgebet in der St. Marienkirche mit ca. 6.000 Bürgern

  • 1989 5. November, Dialog auf dem Olof-Palme-Platz mit ca. 10.000 Bürgern

  • 1991 22. April, Baubeginn des Stadtteiles Viermorgen

  • 1991 1. September, Gründung der Fachhochschule Stralsund

1) Kaplan/Pfarrer/Probst Klaus-Günter, Müller  

© Roland Steinfurth

Geboren am 30.12. 1952 in Brandenburg, Geweiht am 24.06. 1978. Erste Kaplans Stelle in der Gemeinde St. Maria Magdalena in Berlin-Niederschönhausen bis 15.07.1978, anschließend Kaplan In Herz-Jesu Berlin –Mitte bis 01.09. 1981danach bis zum 01.09.1982 Kaplan in der Gemeinde Peter und Paul in Potsdam, Er war dann vom 01. 09. 1986 bis 01.09. 1991 bei uns Kaplan 1988 erhält er den Titel Pfarrer. Wurde dann Pfarrer in Potsdam –Babelsberg .Wurde in der Zeit Ortsseelsorger des  Malteser Hilfsdienstes  in Potsdam, ihm wurde zusätzlich als Pfarradministrator die Pfarrei Maria Meeresstern in Potsdam /Werder übertragen, ab 18.09.1998 ist er Dekan des Dekanates Potsdam , er übernimmt die Probsteipfarrei Peter und Paul in Potsdam  mit dem Titel Probst, wird zusätzlich Pfarradministrator der Pfarrei St. Martin Potsdam-Bornstedt, er wird zum Ehrenkanoniker des Domkapitels in Witebsk/ Weißrussland am 01.10. 2003 ernannt ,zusätzlich wurde ihm das Amt des Dekans des Dekanates Potsdam übertragen, des Weiteren wird er der Vertreter der Katholischen Kirche im Landesvorstand Brandenburg des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

Kaplan/Pfarrer Klaus-Günter, Müller: 

Gemeindeglieder und Andere berichten 

Erstens:

WENDEZEIT

 Es ist die angespannte Zeit kurz vor der Wende, Pfarrer ist Wolfram Lewicki und der Kaplan Klaus Günther Müller ist hier bei uns vor Ort.

Andersdenkende fühlten sich in der DDR wie fremde im eigenen Land, so wurden unsere 4 Töchter unter fadenscheinigen Gründen von der höheren Schulbildung trotz guter und sehr guter Schulnoten ausgeschlossen. Ein einschneidendes Erlebnis war der Bau der Berliner Mauer, der prägend und sichtbar für die gesamte DDR-Zeit war. Damals hatten ca 5000 DDR-Bürger via Westberlin das Land verlassen. Ein Exodus. Es zeigte sich die Schwäche des Ulbricht-Staates, der seine hochgesetzten Ziele nie erreichte und so zum Terror griff. Der Druck auf Freiheit war in der DDR stehts spürbar. Als die Mauer endlich fiel waren wir alle wie Träumende.

Verhältnis Kirche-Staat in dieser DDR-Zeit

Nach zeitweiser Neutralität nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhöhten sich schnell die Spannungen zwischen DDR-Führung und den Kirchen. In der Folge versuchte die Regierung aktiv und mit Repressionen den Einfluss der Kirchen zurückzudrängen. Erst mit dem Mauerbau 1961 entspannte sich die Situation und es kam zu gegenseitigen Zugeständnissen. Dennoch blieben die Kirchen Zentren der Opposition in der DDR, sodass sie im Wendeprozess eine entscheidende Rolle spielten. Die staatlichen Maßnahmen verstärkten eine Entchristlichung der gesamten Gesellschaft; als langfristige Folge gehört auch heute noch die Mehrheit der ehemaligen DDR-Bürger keiner Kirche an, und Religion, GlaubeReligiosität und Spiritualität spielen in den neuen Bundesländern eine geringere Rolle als in den alten Bundesländern.

WENDE AUCH IN STRALSUND

1989 23. Oktober, Friedensgebet in der St. Marienkirche mit ca. 6.000 Bürgern

1989 5. November, Dialog auf dem Olof-Palme-Platz mit ca. 10.000 Bürgern

Wende 1989/1990 - Auch in Stralsund ist Wendegeschehen

Autor: Hubert Kaufhold

Zweitens:

Gemeinde in Peter und Paul Potsdam

Abschied in den Ruhestand: Gott, nicht Sozialismus

Propst Klaus-Günter Müller geht nach 19 Jahren als Gemeindepfarrer in Rente. Ein Blick zurück. 

Dafür, dass er in wenigen Tagen umzieht, ist Propst Klaus-Günter Müller sehr entspannt. Ein paar Umzugskartons sind schon noch zu packen, sagt er, aber Zeit für die eine oder andere letzte Minute auf dem Balkon der Dienstwohnung am Bassin Platz muss sein. „Das ist der Drei-Kirchen-Blick“, sagt Müller. Vom zweiten Stock des Holländerhauses sieht man Nikolaikirche, Französische Kirche und St. Peter und Paul. Hier wird Müller am Sonntag in den Ruhestand verabschiedet und zum 30. Juni entpflichtet – nach 19 Jahren als Gemeindepfarrer und Propst, Vertreter des Bischofs im Land. Eine Aufgabe, die mit vielen zusätzlichen Terminen verbunden war, sagt Müller. Und die auch mal zu Überschneidungen führte. Im Zweifel, sagt der Propst, habe er lieber einen Repräsentations-Besuch sausen lassen, damit der Religionsunterricht in Potsdam nicht ausfallen musste. „Ich konnte die Kinder doch nicht alleine lassen.“

Wohltuende Insel, frei von Lügen

Sechs Kinder sind es insgesamt in der Familie in Brandenburg an der Havel, in die Klaus-Günter Müller 1952 hineingeboren wird. Als Jugendlicher erlebt Müller Gemeinde und Kirche als einen Ort der Freiheit, eine wohltuende Insel in einer von Lügen geprägten Diktatur. „In der Gemeinde musste man sich nicht verbiegen.“ Seine Eltern sind Lehrer, und vielleicht hilft ihm das damals, dass er als aktiver Christ Abitur machen darf. Er, der im Staatsbürgerkundeunterricht nur eine Zwei bekommt. „Das Wissen war ja da, aber ich hatte nicht den Glauben an den Sozialismus“, das habe ihm damals die Lehrerin wörtlich gesagt.

Freie Berufswahl hat er trotz Abi nicht. Gerne wäre er Lehrer geworden, aber eben nicht in dieser DDR. Blieb damals als Alternative ein unpolitisches technisches Studium. Aber weil er etwas mit Menschen machen möchte und Pfarrer gesucht werden, entscheidet er sich für ein Theologiestudium in Erfurt und letztlich für den Priesterberuf. 1978 wird er in der Berliner Hedwigskathedrale geweiht – auf den Tag genau feiert er am Sonntag nicht nur Abschied, sondern auch sein 40-jähriges Priesterjubiläum.

Foto: Pfarrer Klaus-Günther Müller in Potsdam „Peter und Paul“

Ungezählte Taufen

Als Priester kommt er bereits 1982 das erste Mal nach Potsdam. Vier Jahre ist er Kaplan in St. Peter und Paul und später von 1991 bis 1999 Pfarrer in der Babelsberger Antonius-Gemeinde, bevor er als Propst nach Potsdam wechselt. Zur Wendezeit gibt es in ganz Potsdam rund 3000 Katholiken. Heute hat allein die St. Peter und Paul-Gemeinde um die 7300 Mitglieder, sagt Müller. Potsdam wächst und viele der Zugezogenen sind katholisch. „Ich weiß nicht, wie viele Kinder ich getauft habe, ich habe nicht gezählt“, sagt der Pfarrer. Die 1722 gegründete Potsdamer Diaspora-Gemeinde habe damit eine ganz ordentliche Entwicklung erlebt und eben auch die Nazis und die DDR überlebt. Der neue Feind der Religiosität ist der zunehmende Materialismus, sagt Müller. „Durch Egoismen machen wir einander das Leben schwer.“ Dabei könnte es so einfach sein, wenn man beispielsweise in der Flüchtlingsdebatte den christlichen Grundsatz der Nächstenliebe verinnerlichte.

Die Potsdamer wird er als eine sehr lebendige, vielschichtige Gemeinde in Erinnerung behalten. „Man ist hier auch sehr offen für Neues, Ideen, die Zugezogene mitbringen. Und das hat ja Tradition in Potsdam.“ Gerne erinnert er sich an die Bundesgartenschau 2001, als die Potsdamer Gemeinden im Buga Park ein großes Zelt für Besucher unterhielten. Die Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchen findet er wichtig. „Ökumene funktioniert hier sehr gut – wir machen Sachen, von denen in anderen Städten nur geredet wird.“

Knöllchen am Tag, als Papst Johannes Paul II starb

Ungern erinnert er sich an den Tag, als Papst Johannes Paul II. starb und man spontan einen Gedenkgottesdienst veranstaltete. Das Ordnungsamt kannte keine Gnade und verteilte an die illegal auf dem Bassin Platz geparkten Autos der Kirchgänger Knöllchen. Ein Unding, findet Müller. „In Rom herrscht Ausnahmezustand und hier passiert so was.“ Er wird auch die Potsdamer Staus nicht vermissen, zum Beispiel wenn er zum Gottesdienst nach Werder unterwegs war. Und manchmal hat ein Pfarrer, ein Seelsorger, auch dringende Einsätze, wo jede Viertelstunde zählt.

Bis zuletzt hat er nun noch zu tun, wurde für Trauungen und Taufen angefragt. Dann wird er sein Feld dem Neuen überlassen. Arnd Franke ist Mitte 40 und stammt aus Stralsund. Am 2. September soll er eingeführt werden und dann auch die lange geplante Zusammenlegung der beiden Potsdamer Gemeinden sowie Michendorf und Werder umsetzen.

© Roland Steinfurth

Müllers neues Zuhause wird das Kloster im idyllischen Alexanderdorf bei Mellensee. Bei den Benediktinerinnen bezieht Müller seine eigene Wohnung – mit Vollpension. Er freut sich auf den Ruhestand mit Rundumversorgung. Denn die Zeiten, da einem Pfarrer stets eine beflissene Haushälterin zur Verfügung stand, sind lange her. „Ich habe selber gekocht.“ Angst vor Einsamkeit und Langeweile hat er nicht. Er wird nun mehr Zeit haben für seine Familie mit vielen Nichten und Neffen. Und für seine Hobbys – Wandern, Abfahrtsski fahren, Konzertgitarre spielen, Lieder von Reinhardt Mey, Gerhard Schöne oder selbst gedichtete und komponierte „Quatschlieder“, die er gerne vorsingt. Mit Musik wird manches einfacher, sagt er. Die Gemeinde würde ihn vermutlich irgendwo zwischen cool und streng einordnen. „Mein Anliegen ist es immer, Menschen froh zu machen. Ich denke, das ist mir in Potsdam gelungen.“

 über Pfarrer Klaus Günther Müller / Mitglieder des Gemeinderats Peter und Paul Potsdam und Josef Hintner

Drittens:

Propst von St. Peter und Paul Potsdam hat sich verabschiedet

Beinahe 19 Jahre war Propst Klaus-Günter Müller der Hirte der St. Peter und Paul Gemeinde. Am Sonntag feierte in der katholischen Kirche am Bassin Platz sein 40. Priesterjubiläum – und den Beginn des Ruhestands. Propst Klaus-Günter Müller hat am Sonntag 40. Priesterjubiläum gefeiert und sich zugleich von seiner Gemeinde St. Peter und Paul in den Ruhestand verabschiedet. 

 

© Roland Steinfurth

„Ich blicke mit Dankbarkeit auf die vergangenen 40 Jahre zurück und besonders auf die fast 19 Jahre in Potsdam“, sagte Müller. Hunderte waren am Vormittag zur Heiligen Messe in der Propsteikirche am Bassin Platz geströmt – nur auf den Emporen blieben einige wenige Plätze leer. Unter denen, die den Gottesdienst und später die Festveranstaltung im Treffpunkt Freizeit besuchten, waren unter anderem der Vize-Landtagspräsident Dieter Dombrowski und Werders ehemaliger Bürgermeister Werner Große (beide CDU), Potsdams Ex-Stadtkonservator Andreas Kalesse und Nikolaikirchen-Pfarrerin Susanne Weichenhan, die Ärztliche Direktorin des St. Josefs Krankenhauses Gesine Dörr und der Geschäftsführer des Landesverbands der Kriegsgräberfürsorge Oliver Breithaupt sowie Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). 

In dieser beeindruckenden Kirche im Herzen Potsdams sei es ihm eine besondere Freude und Ehre, zur Rubinhochzeit gratulieren zu dürfen. „Der Katechismus findet bestimmt eine andere Formulierung“, so Jakobs, „aber in der weltlichen Tradition würden wir einem Ehepaar, das 40 Jahre verheiratet ist, zur Rubinhochzeit unsere besten Wünsche übermitteln – und das möchte ich auch tun.“

40 Jahre – das sei schon eine stolze Leistung! Dazu brauche es Mut und eine klare Haltung. „Und beides, lieber Propst Müller haben Sie“, sagte Jakobs. „Sie haben diese Stadt mitgeprägt und dem katholischen Glauben hier in Potsdam ein Gesicht gegeben.“ Nicht nur durch das prachtvolle Gebäude sei die katholische Kirche eine Größe, mit der man in Potsdam rechnen müsse – und möchte. „Ich erlebe eine sehr aktive Studierendengemeinde, ich erlebe ein stetes Engagement der Kirche in der Flüchtlingshilfe und in der Arbeitsmarktpolitik und im sozialen Bereich“, so Jakobs.

Legendär seien allerdings die jährlichen St. Martinsumzüge. „Ich freu mich jedes Mal, wenn ich höre, dass Propst Müller wieder mit Musik, seiner Gitarre und einer Schar Kinder durch die Innenstadt gezogen ist. Egal, welches Wetter war, sie kamen, sie sangen und hatten Freude daran. – Das hat Spaß gemacht. Und genau das ist es, was viele verkennen – Glaube muss auch Spaß machen. Das ist es, was Sie auch vorgelebt haben. Ein Mann mit Haltung und Freude am Glauben.“Rund 7250 Mitglieder zählt die katholische Gemeinde St. Peter und Paul. Propst Müllers Nachfolger, der gebürtige Stralsunder Arnd Franke, wird sein Amt am 1. Juli antreten.

Von Nadine Fabian

2) Kaplan, Pfarrer Harry, Karcz

© Roland Steinfurth

Geboren am 30.06. 1960 in Berlin, Geweiht am 24.06. 1989 von Bischof Georg Sterzinsky, dann bis 01.09. 1991 Kaplan in Corpus Christi Berlin- Prenzlauer -Berg.  Er war von 01. 09. 1991 bis 01.09. 1994 bei uns Kaplan und Priesterlicher Hilfe Seelsorger für Polizei Bedienstete in der Region Vorpommern Malteserhilfsdienst Bereich Stralsund, weitere Kaplans Stellen Potsdam St. Peter und Paul und Potsdam-Bornstedt St. Martin , zusätzlich Studenten und Dekanatsjugendseelsorger in Potsdam, bekommt am 15.01.1995 den Titel Pfarrer und wird Pfarrer in Bergen auf Rügen, zusätzlich Pfarradministrator für die Gemeinden Stella Maris Binz und St. Brigitta  in Saßnitz, er wurde auch Seelsorger für Polizeibedienstete in der Region Vorpommern, dann noch Rundfunkbeauftragter des Berliner Bistumsteils Vorpommern für den Norddeutschen Rundfunk /NDR . ab 2006 übernahm er die Gemeinde „Zum guten Hirten“ in Berlin Schöneberg-Tempelhof.; war mehrere Jahre Dekan des Dekanats Berlin-Schöneberg-Tempelhof.

Pfarrer Karcz über sich selbst

Ich wurde am 30. Juni 1960 in Berlin-Mitte direkt an der Spree geboren. Als Jugendlicher gehörte ich zur Kirchengemeinde St. Mauritius in Berlin – Lichtenberg. Zunächst hatte ich den Beruf eines BMSR–Mechanikers erlernt (Betriebs-Mess-Steuer-Regelungstechnik), habe dann in dem letzten Berliner Gaswerk gearbeitet. Das Abitur machte ich im Alter von 23 Jahren im katholischen St. Norbertuswerk in Magdeburg. Dann studierte ich in Erfurt Theologie.

1989 wurde ich zum Priester geweiht. In Berlin erlebte ich als Kaplan der Gemeinde Corpus Christi in Prenzlauer Berg die Wende mit – eine bewegende Zeit. Weiterhin war ich Kaplan in Stralsund und Potsdam. In Potsdam durfte ich die Studentengemeinde nach der Wende wieder neu mit aufbauen. 1996 übernahm ich als Pfarrer die bis dahin vier Kirchengemeinden auf der Insel Rügen, die zu einer Pfarrei fusionierten. Meine „kleinen Nebentätigkeiten“ in Vorpommern waren die Polizeiseelsorge, katholische Rundfunkarbeit und natürlich die Touristenseelsorge auf der Insel Rügen.

Seit 2006 bin ich Pfarrer der Gemeinde Vom Guten Hirten in Berlin-Marienfelde, die mit der Kirchengemeinde St. Alfons fusionierte. Meine jetzigen „Nebentätigkeiten“ sind die Seelsorge der irakischen Christen in Berlin und die Mitarbeit im Vorstand des Caritasverbandes des Erzbistums Berlin.

Soweit die äußeren Daten meines Lebens.

Ich bitte um Ihr Gebet und die Unterstützung des neuen pastoralen Leitungsteams beider Gemeinden in dieser kommenden sicher nicht ganz einfachen Findungsphase.

Berichte aus eigenem Erleben

Erstens

Seelsorge für irakische Flüchtlinge

Im Erzbistum Berlin ist Pfarrer Harry Karcz für die Seelsorge der christlichen Flüchtlinge aus dem Irak zuständig. Angesichts des Vormarsches der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) sind sie in großer Sorge um ihre Angehörigen in der alten Heimat, wie Karcz am Donnerstag in einem Interview berichtete. Die in der Regel gut integrierten Flüchtlinge drängen darauf, dass sie Verwandte schnell nach Deutschland holen können, was bislang kaum möglich ist, so Karcz.

Frage: Herr Pfarrer Karcz, wie geht es den in Berlin lebenden christlichen Irakern angesichts der dramatischen Entwicklungen in ihrem Heimatland?

Karcz: Die Stimmung ist gespalten. Einerseits sind sie sehr betroffen, weil sie alle in Orten, die jetzt vom Vormarsch der Terrorgruppe "Islamischer Staat" erfasst werden, Verwandte haben. Zugleich sind sie schockiert, dass die Regierung in Bagdad mit Machtkämpfen beschäftigt ist, statt sich um das Land zu kümmern.

Frage: Wie viele irakische Christen leben in Berlin?

© Roland Steinfurth

Karcz: An die 300 sind katholische Chaldäer und haben sich beim Erzbistum Berlin gemeldet, zudem gibt es mindestens noch einmal so viele Iraker anderer christlicher Konfessionen. Einmal im Monat feiern die katholischen Iraker einen Gottesdienst in der Canisius Kirche in Charlottenburg, wo viele von ihnen wohnen.

Frage: Wie gut sind sie integriert?

Karcz: Die christlichen Iraker gehören zu den integrationsfähigsten Gruppen unter den Orientalen. Sie leben zumeist nur kurz in den Flüchtlingsheimen, weil sie mit Hilfe ihrer Großfamilien schnell außerhalb einer Wohnung finden und sich gut in die deutsche Gesellschaft eingliedern. Das kann ich bei Hochzeiten und Taufen immer wieder feststellen. Viele dieser Iraker haben Arbeit und sprechen inzwischen sehr gut Deutsch. Allerdings sind sie zumeist nicht in ihren erlernten, teilweise hochqualifizierten Berufen tätig, sondern in der Gastronomie oder ähnlichen Jobs, in die man schnell einsteigen kann.

Frage: Im Flüchtlingsheim von Berlin-Marienfelde gab es zwischen christlichen Syrern und muslimischen Tschetschenen kürzlich offenbar einen auch religiös motivierten Streit bis zur Schlägerei. Welche Rolle spielen solche Konflikte?

Karcz: Sie kommen seit Jahren immer wieder vor, dringen jedoch kaum an die Öffentlichkeit. Es ist ein großes Problem, dass staatliche Stellen und Heimbetreuer dieses Konfliktpotenzial unterschätzen mit der Begründung, die Flüchtlinge müssten sich an den Umgang mit Religion in Europa anpassen. Für die Flüchtlinge ist ihre Religion jedoch oft von großer Bedeutung und der Grund ihrer Flucht. Deshalb bin ich dafür, Flüchtlinge soweit möglich nach Religionen getrennt unterzubringen.

Frage: Wie bewerten die Iraker die deutsche Flüchtlingspolitik?

Karcz: Sie sind sehr unzufrieden und unglücklich darüber, dass Familienzusammenführung beinahe unmöglich ist. Fast alle haben noch Eltern, Kinder, Onkel oder Tanten in anderen Ländern außerhalb Europas, die sie etwa wegen fehlender Visa nicht zu sich holen können. Da muss die Politik tätig werden, es ist noch wichtiger, als nur allgemein eine Aufnahme weiterer Flüchtlinge zu beschließen.

Frage: Wie kann man irakischen Flüchtlingen am besten helfen?

Karcz: Hilfe leistet man am besten über die kirchlichen Werke wie die Caritas und andere anerkannte Hilfsorganisationen, die innerirakische Flüchtlinge im Kurdengebiet unterstützen. Das funktioniert auch gut, wie ich vor zwei Jahren bei einer Reise in die Region selbst feststellen konnte.

Interview von Gregor Krumpholz (KNA)

Zweitens

Pilgern im Berliner Süden

Zweiter Pilgertag des Pastoralen Raumes Lankwitz-Marienfelde: In diesem Jahr führte uns der Weg an zahlreichen Orten kirchlichen Lebens und an mit uns in Ökumene verbundene evangelische Gemeinden unseres Pastoralen Raumes vorbei.

Etwa 40 Pilgerinnen und Pilger machten sich auf den rund zwölf Kilometer langen Weg. Einige gingen oder radelten nur Teilstücke des Weges mit, wie es die Gesundheit oder die Zeit zuließ. Das Titelbild des Pilgerheftes zeigte die 15. Kreuzwegstation in Mater Dolorosa „Die Emmaus Jünger“, ein Motiv, das uns während des Tages immer wieder begegnen sollte.

Um zehn Uhr starteten wir im Kloster St. Augustinus bei den Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis. In der Kapelle konnten wir das Kirchenfenster vom Himmlischen Jerusalem betrachten, das auf dem Gebetsbild für den Eröffnungsgottesdienstes unseres Pastoralen Raumes abgebildet ist. Diakon Ralph-Dieter Feigel erinnerte an den Weg der Emmaus Jünger und spendete uns den Pilgersegen.

Anschließend gingen wir die wenigen Schritte zur Kapelle des St. Marien-Krankenhauses. Dort begrüßte uns die Krankenhausseelsorgerin Ursula Ziegenhagen. Sie erklärte, dass viele Kranke und Angehörige in der Kapelle Kraft finden. Für sie werde so „Wo Glauben Raum gewinnt“ ganz existentiell erfahrbar. Ziegenhagen lud uns ein, während einiger Minuten Stille in uns einen solchen Raum zu öffnen.

Von Mater Dolorosa nach Eben Ezer

Weiter führte uns der Weg durch die Grünanlage vorbei an der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und durch Kleingärten zur Kirche Mater Dolorosa. Dort hörten wir das Evangelium von den Emmaus Jüngern. In seiner Ansprache wies Pater Sebastian Punayar besonders darauf hin, dass nur einer der beiden Jünger, Kleopas, namentlich genannt sei, und dass der andere für jeden von uns stehe. Wenn man mit einem guten Gefährten unterwegs ist, wird vieles leichter. Und wenn Jesus unser Begleiter ist, kann uns das auch in schweren Zeiten froh machen und tragen. Auch Pater Punayar spendete uns den Pilgersegen.

© Roland Steinfurth

Nachdem wir auf die Fensterwand im Altarraum hingewiesen wurden, die ebenfalls das Himmlische Jerusalem zeigt, und uns das Original der 15. Kreuzwegstation betrachten konnten, wanderten wir durch die Kiesstraße an der von der Caritas getragenen Kindertagesstätte St. Monika und dem Friedhof Lankwitz, in dem Otto Lilienthal beerdigt ist, vorbei weiter unseres Weges. Durch Nebenstraßen kamen wir zum Saleckplatz und kreuzten die Johann-Baptist-Gradl-Promenade. Barbara Saß-Viehweger erklärte uns, dass Johann Baptist Gradl, von 1965 bis 1966 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte sowie für gesamtdeutsche Fragen in der Regierung von Ludwig Erhard, Gemeindemitglied in Mater Dolorosa war. Er half maßgeblich mit, dass die Marienschwestern das bis dahin nur vom Staat gepachtete Gelände kaufen konnten, auf dem sie in ehemaligen Kasernen das Krankenhaus „Maria Trost“ führten. So wurde letztlich auch der Neubau des St. Marien-Krankenhauses und des Klosters St. Augustinus ermöglicht.

Bald erreichten wir in der Celsiusstraße in Lichterfelde-Süd die Kirche der Evangelischen Glaubensgemeinschaft Eben Ezer, die einstige katholische Kapelle „Maria, Mutter vom guten Rat“. Nachdem die finanziell zu Mater Dolorosa gehörende Kuratie im Zuge der Finanzkrise des Erzbistums aufgehoben und wieder in die Pfarrei eingegliedert wurde, verkaufte man das Gebäude an die der evangelischen Landeskirche angeschlossene Glaubensgemeinschaft Eben Ezer. Jeden Dienstagnachmittag wird dort ein katholischer Gottesdienst gefeiert, mit anschließendem Kaffeetrinken und Seniorenprogramm. Wir wurden vom Ehepaar Krueger aus der Gemeinde Eben Ezer herzlich begrüßt und dazu angeregt, zu überlegen, was wir als Christen in unserer Stadt Berlin bewegen können, wenn wir mit Christus unterwegs sind. Jede Fürbitte wurde durch jeweils ein Teelicht sichtbar gemacht, das am Altar angezündet wurde.

Von West nach Ost

Von diesem am weitesten im Westen gelegenen kirchlichen Ort machten wir uns auf den Weg zu den am weitesten im Osten liegenden Orten des Pastoralen Raumes. Dabei wanderten wir an der Otto-Lilienthal-Gedenkstätte sowie am Karpfenteich vorbei, wo einst in einer früheren Gaststätte die jährlichen Gemeindefeste der Pfarrei Mater Dolorosa stattgefunden hatten. Durch einen langen Grünzug pilgerten wir weiter, hielten kurz an der katholischen Kindertagesstätte „Vom Guten Hirten“ und an der auf der gegenüber liegender Straßenseite liegenden katholischen Schule St. Alfons an. Dann gingen es weiter zur Maximilian-Kaller-Straße, wo wir die Statue „Vom Guten Hirten“ des Künstlers Paul Brandenburg betrachteten. Wir kamen am einstigen Friedhof des ehemaligen Klosters „Vom Guten Hirten“ vorbei und erreichten so die katholische Schule St. Hildegard, die in einem Flügel des ehemaligen Klosters untergebracht ist.

Schulleiterin Claudia Reuer informierte uns über das Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit spezifischem Förderbedarf. Einmal am sternförmigen Gebäude entlang, standen wir vor der Kirche Vom Guten Hirten. Dort erzählte uns Pfarrer Harry Karcz die Geschichte des ehemaligen Klosters der Ordensgemeinschaft der „Schwestern vom Guten Hirten“. Das einst mit einem Heim für „gefallene Mädchen“ gegründet Kloster bestand bis 1968. Im Krieg diente es als Lazarett und in den ersten Nachkriegsjahren als Aufnahmelager für Flüchtlinge sowie als Wohnstätte für Mädchen aus der DDR, die in West-Berlin Abitur machen wollten. Aus dieser Klosterzeit stammt die vierschiffige Form der Kirche, die es den unterschiedlichen Gruppen ganz bewusst unmöglich machen sollte, untereinander Kontaktaufzunehmen. Bei der Schutzmantelmadonna hielt Uta Slotosch hielt mit uns eine kurze Marienandacht.

Nachdem wir von Pfarrer Karcz den Pilgersegen erhalten hatten, verließen wir die Kirche durch den Hinterausgang und gelangten so in den Garten des Caritas-Zentrums für Menschen mit geistiger Behinderung, das ebenfalls in einem der Flügel des sternförmigen Baus untergebracht ist. Der Leiter, Werner Neumann, informierte uns über die Einrichtung. Im Garten hielten wir unsere Mittagspause.

Durch Marienfelde nach St. Alfons

Frisch gestärkt setzten wir unseren Pilgerweg mit zahlreichen Erklärungen von Inge Lux in Marienfelde fort. Vorbei an der evangelischen Dorfkirche wanderten wir über den evangelischen Kirchhof, auf dem auch der erste Pfarrer der Gemeinde Vom Guten Hirten, Georg Nagler, der bekannte Architekt Bruno Möhring sowie viele Arme Schulschwestern begraben sind, die Marienfelder Allee entlang zur Seniorenfreizeitstätte Eduard Bernoth. Sie ist benannt nach dem Gewerkschaftler, CDU-Politiker und Senator für Arbeit und Soziales, ein engagiertes Gemeindemitglied von St. Alfons und Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie. Bernoth trug wesentlich dazu bei, dass 1952 das Notaufnahmelager Marienfelde gebaut wurde. So sollten die Schwestern des Klosters Vom Guten Hirten entlasten werden, bei denen der Platz für die vielen Flüchtlinge aus der DDR nicht mehr ausreichte. Heute wohnen im Notaufnahmelager viele Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die unter anderem durch das Wel(l)come-In-Projekt in Vom Guten Hirten betreut werden. Am ehemaligen Kloster der Armen Schulschwestern in der Bruno-Möhring-Straße, das jetzt von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e. V. (KAS) genutzt wird, hielten wir ein Fürbittgebet für die Schulschwestern und die Soldatenbetreuung.

© Roland Steinfurth

Da die Zeit bereits weit fortgeschritten war, warfen wir nur von weitem einen kurzen Blick auf die katholische Kindertagesstätte St. Alfons in der Emilienstraße, bevor wir uns zur Schlussandacht in der Kirche St. Alfons versammelten. Dort hörten wir noch einmal das Evangelium von den Emmaus Jüngern. Diakon Feigel zitierte in seiner Ansprache aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry den Abschnitt über „Die Kunst der kleinen Schritte“. Mit dem Schlusssegen endete der geistliche Teil des Pilgertages. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir anschließend im Pfarrsaal von St. Alfons den Tag ausklingen lassen.

Der Pilgertag war für mich ein sehr schöner Tag. Bei schönem Wetter konnten wir uns auf dem Weg lebhaft austauschen und viele uns bis dahin fremde Menschen aus dem Pastoralen Raum kennenlernen. Die Impulse haben mich tief bewegt. Herzlichen Dank an alle, die diesen Tag ermöglicht und organisiert haben

Autor : Pfarrer Harry Karcz

3) Wende-Zeit Sonderfall Stralsund

© Roland Steinfurth

„Stralsund war immer schon ein Sonderfall „Schon in den 1950er-Jahren wurde hier über städtebauliche Denkmalpflege gesprochen, während in anderen Städten der großflächige Abriss der historischen Zentren vorbereitet wurde – übrigens auch in Westdeutschland.“

Bürgergruppen, die sich überall in der DDR zur Wendezeit gegründet hatten, um gegen den grassierenden Verfall und für eine erhaltende Stadtplanung einzutreten. Dazu gehörten nicht nur Initiativen wie das Bürgerkomitee in Stralsund, sondern vielfältige und kreative Formen des Engagements. Aktiv wurden zum Beispiel auch und gerade Christen der Stadt. Winrich Jax erzählt: Noch keine Demonstration, eher ein öffentlicher Spaziergang, trotzdem hätten die 400 Meter, von der Nikolaikirche zur Jakobikirche in der Stralsunder Innenstadt, mit Kerzen in der Hand, hat ausgereicht, um die Offiziellen zum ersten Mal zu beunruhigen. „Wir wollten uns nicht mehr ducken. Wir konnten uns nicht mehr ducken“. Wir haben uns quergestellt

Ursula Kaden schrieb 1994 ihre Erinnerungen an den Herbst 1989 in Stralsund auf. Kaden gehörte zu den Initiatorinnen der ersten Friedensgebete in der Nikolaikirche:

29.04.2009

Der Herbst ´89 war kurz. Wir alle wissen das und es ist ein stilles Einvernehmen: Wenn wir Herbst `89 sagen, meinen wir die Zeit vom 7.Oktober bis zum 9.November und unser Leben in dieser Zeit. Und unser Leben war besonders, und die Zeit war eigentlich außer der Zeit.

Wir haben keine Wende gemacht, wir haben uns quergestellt.

Wir haben nicht Geschichte gemacht, sondern die Geschichte angehalten. Einen Moment lang haben wir alle Strukturen durchquert. Das war keine zielgerichtete Revolution, kein organisierter Aufstand, eher ein Aufstehen, ein tausendfaches individuelles Aufstehen. Es waren viele Einzelentscheidungen: Jetzt gehe ich los, egal, was geschieht, wer mir droht, ich will Dabeisein.
angefangen haben nur einige, lange vorher, wenig beachtet.

Klaus Freudenberg, Jahrgang 1938, studierte Wasserwirtschaft in Dresden. Seit den 60er Jahren lebt er in Stralsund und engagiert sich dort in der evangelischen Kirche, weil für ihn Christ sein und gesellschaftliches Engagement zusammengehören. Bis vor wenigen Jahren leitete er ein Umweltplanungsbüro, das er nach der Wende aufgebaut hat. Heute ist er im Ruhestand. Nach der politischen Wende haben alle erstmal aufgeatmet, erinnert sich Freudenberg. Manche seien durch die Ereignisse aber aus dem Tritt gekommen. Auch bei den Pfarrern sei Idealismus gewichen, der vorher Vieles am Laufen gehalten hatte. „Die Schwierigkeiten, die wir zu DDR-Zeiten in der Kirche hatten, schienen überwunden. Wir dachten, dass alles leichter und einfacher würde. Tatsächlich aber merkten wir schnell, dass wir mit unbekannten Situationen konfrontiert 

waren. Mit der neuen Arbeitslosigkeit beispielsweise. Damit hatten wir nicht gerechnet. Das Kraftfeld der Gesellschaft hatte sich komplett verändert, das galt auch für die Kirche.“

Artikel/Bilder: Ostseezeitung 2009

 

WAS AB MITTE DER 80. BIS ZUR WENDE IM BISTUM 

DER WELTKIRCHE UND SONST PASSIERTE

BISTUM

1986

• Bischof: Joachim Kardinal Meisner / Weihbischof: Wolfgang Weide

1988

• Bischof: Joachim Kardinal Meisner wird zum Erzbischof von Köln ernannt

1989

• Georg Sterzinsky wird zum Bischof von Berlin ernannt /

 Weihbischof: Wolfgang Weider

 

WELTKIRCHE

1986

• Erster Internationaler Weltjugendtag in Rom

1987

• Papst Johannes Paul II. besucht Deutschland mit Seligsprechung der Opfer des nationalsozialistischen Regimes Edith Stein und Pater Rupert Mayer SJ 

• Bischof Karl Lehmann wird Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

1988

• Papst Johannes Paul II. exkommuniziert Erzbischof Lefebvre, nachdem dieser trotz Verbots vier Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. geweiht hat

WAS SONST SO PASSIERTE

1986

• Bombenattentat auf die Diskothek La Belle in Friedenau mit 2 Toten und 193 Verletzten

• Reaktorkatastrophe in Tschernobyl

• US-amerikanische Raumfähre Challenger bricht kurz nach dem Start auseinander

1987

• Sportpilot Mathias Rust landet mit einer Cessna auf dem Roten Platz in Moskau

• 750-Jahrfeier von Berlin wird beiderseits der Mauer begangen

• Erich Honecker besucht als erster Staatschef der DDR die Bundesrepublik Deutschland

1989

• Erste demokratische Parlamentswahlen in Polen 

• Öffnung der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze

• In Peking werden vom Militär Tausende von Studenten erschossen, die auf dem Platz des Himmlischen Friedens für mehr Demokratie demonstrieren

• Der 14. Dalai Lama (geboren 1935) wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

• Sturz und Hinrichtung des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu

1990

• Deutsche Wiedervereinigung, Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 

• Mit der Freilassung Nelson Mandelas nach 27 Jahren beginnt das Ende der Apartheid

• Innenminister Wolfgang Schäuble wird bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt

• Michail Gorbatschow wird mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

 

In Gedenken an Felicitas Knoppke; verstorben 2024 / 

Überarbeitet Roland Steinfurth

Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit Stralsund

Pfarrei Sankt Bernhard Stralsund-Rügen-Demmin

Katholisches Erzbistum Berlin

Das hier berichtete erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leser, Ihre eigenen Geschichten und Episoden sind immer herzlich Willkommen.

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Katholische Kirchengemeinde Pfarrei St. Bernhard Stralsund/Rügen/Demmin • Frankenstr. 39 • 18439 Stralsund

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