23/07/2026 0 Kommentare
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 64-2
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 64-2
# Jubiläum250

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 64-2
BOTSCHAFT-REGELN-GEBOT-BEKENNTNIS
Heilige Schrift (Bibel)
Als „heilig“ bezeichnen wir das, was von Gott kommt. Die Eigenschaft beinhaltet gleichzeitig Exklusivität. Weil das Heilige seinen Ursprung in Gott hat, darum ist es von allem anderen zu unterscheiden. Es ist von einer einzigartigen Bedeutung und von einer besonderen, nämlich göttlichen Autorität. In diesem Sinne bezeichnen Christen die Bibel als „Heilige Schrift“.
Denn Gott ist der Autor der Bibel. Er hat die menschlichen Verfasser der einzelnen Schriften durch seinen Geist geleitet (2. Timotheus 3, 16). Wir nennen das Inspiration. Nicht der Vorgang der Inspiration wird in der Bibel erläutert, sondern nur die Tatsache der göttlichen Eingebung festgehalten.
Die Bibel ist eine Bibliothek von 66 Büchern, die sich aufeinander beziehen, aber in einem Zeitraum von mindestens 1.500 Jahren entstanden sind. Bei der Bibel waren mehr als 40 Schreiber am Werk, die sich bis auf einige Ausnahmen nicht kannten. Dies war zum Teil auch unmöglich, da sie ihre Bücher in unterschiedlichen Geschichtsepochen schrieben.
Wir kennen nur die Namen von 35 von ihnen. Es ist auch möglich, dass die Werke mancher Autoren erst nach deren Tod von ihren Schülern vollendet wurden. Und um die Dinge noch verwirrender zu machen, gibt es einige Teile der Bibel, deren Urheberschaft auch heute noch umstritten ist! Folgende Personen zählen zu den Bibelverfassern: Es sind 35 Autoren, von denen bekannt ist, dass sie an der Bibel mitgewirkt haben.
Dazu stammten die beteiligten Personen aus verschiedenen Kulturen und sozialen Milieus. Es gab krasse Gegensätze in ihrem Bildungsniveau und Charakter. Und es handelte sich um Vertreter aus sehr unterschiedlichen Berufen: Politiker, Soldat, König, Fischer, Arzt, Zollbeamter, Hirte, Gelehrter, Richter, Bauer und Priester.
Auch die Abfassungsorte und Lebensverhältnisse wichen stark voneinander ab: Der eine schrieb in einem Palast, ein anderer in einer Wüste, ein dritter im Gefängnis. Die Bibel wurde und wird überall gelesen. In allen Gesellschaftsschichten und Kulturen. Es ist das meist übersetzte, meist gedruckte und meist verkaufte Buch der Welt.
Diese Verbreitung ist deswegen so erstaunlich, weil die Bibel wie kein anderes Buch der Weltgeschichte diskriminiert und bekämpft wurde. In vielen Staaten der Erde wurde sie verboten, vor allem in kommunistischen oder islamischen Ländern. Die Bibel war immer heftigsten Angriffen der Bibelkritik, des Unglaubens und Spotts ausgesetzt.
Bis heute ist die Bibel das meist gehasste, aber auch das meistgeliebte Buch der Literaturgeschichte. Obwohl sie Jahrtausende alt ist, wird sie bis in die Gegenwart hinein mit Interesse gelesen, studiert und befolgt. Seit Jahrhunderten finden Menschen aus allen Milieus in der Bibel Hilfe und Ermutigung für ihr Leben. Wir finden in der Bibel alle möglichen Formen der Literatur: Historische Berichterstattung, biografische Darstellungen, Gedichte, Briefe, Chroniken, Gebete, prophetische Visionen und lehrhafte Ausführungen.
Der eigentliche und wichtigste Informationsgehalt der Bibel ist aber Gottes Liebe zu den Menschen und sein Rettungsangebot für uns. Besonders Jesus Christus ist der Inhalt der Bibel. Denn in seiner Person, in seinem Leben und Wirken kommt uns Gott entgegen
„Wenn jemand bereit ist, Gottes Willen zu erfüllen, wird er erkennen, ob das, was ich lehre, von Gott ist oder ob ich aus mir selbst herausrede“ (Johannes 7, 17). Auf diesem Weg kann und muss jeder persönlich herauszufinden, von welch einzigartiger Bedeutung die Bibel ist.
Bibelteilen auf dem Prüfstand!
Ist das etwas Neues? Eigentlich schon!

- Bibelkreise vom Pfarrer mit Fachwissen vorgetragen, gibt es seit langer Zeit. Sicher gab und gibt es hervorragende Zusammenkünfte zum Nutzen der Anwesenden. Und Bibelteilen? Nun das entstand in Notzeiten in Südamerika und Afrika. In Notzeiten war man glücklich, wenn einer Brot, Gemüse oder was immer mit den Freunden teilen kann und will.
Beim Bibelteilen geht es um die wichtigste Gabe, die Gott uns Menschenkindern schenkte: das Wort Gottes. Wer diese gute Gabe zu teilen vermag, erfüllt Gottes gute Absicht. Dahinter steht die Glaubenserfahrung, dass Getaufte und Gefirmte auch Träger des hl. Geistes sind und wichtige Erfahrungen anderen Glaubensbrüdern und Schwestern mitteilen können. Aus Schweigenden und „Nur-Hörenden“ werden unversehens Glaubensboten. Genau das meinte Paulus, wenn er im 1. Kor.- Brief Kapitel von den verschiedenen Gnadengaben sprach, die zum Nutzen der ganzen Gemeinde vorgetragen wurden.
Wie läuft das praktisch? Ganz einfach: der vorgesehene Text - gut vergrößert, wird im Kreis vorgetragen, so dass jeder nur 1, 2 Verse vorträgt und danach sein Nachbar weiterliest. Ein zweites Mal Lesen, nach einer gebührenden Weile. - Es folgen 5 Minuten Pause. Der Leiter bittet dann die Anwesenden sich zu äußern, was diese aus dem Text angesprochen hat, unverständlich oder einer persönlichen Glaubenserfahrung entsprach. An guten Beiträgen hat es selten gemangelt. Nach einer Stunde etwa, fasst der Leiter die Hauptaussagen zusammen. Mit einem herzlichen Gebet schließt man, das natürlich auch am Anfang stand, und man freut sich auf das nächste Zusammenkommen.
Kommen Sie mal zu uns: Vielleicht gefällt Ihnen diese Art – fruchtbringend ist sie auf jeden Fall.
Bibelteilen St. Josef.
Euer Pfarrer A. Sommer
Wenn wir an einen ewigen, allmächtigen und persönlichen Gott glauben und davon überzeugt sind, dass dieser Gott sich in der Bibel auf eine verbindliche und zeitlos gültige Weise mitgeteilt hat, dann gibt es kein Buch auf der Welt, das von größerer Bedeutung sein kann als die Bibel. Dann ist sie tatsächlich – die Heilige Schrift.
Die Bibel ist kein gewöhnliches Buch. Sie ist das von Gott inspirierte und vertrauenswürdige Wort des lebendigen Gottes. Ihre Texte offenbaren Wahrheit, Orientierung und Hoffnung und dienen als unveränderlicher Maßstab für Glaube und Leben. Wenn man die Bibel aufschlägt und liest, dann spricht der König der Könige, der Allmächtige Gott zu einem. Sie ist ein Buch, das man lesen kann, als hörte man Gott sprechen! Wenn man seine Bibel liest und sie auf sich wirken lässt und sie ihr Werk in einem tun lässt, dann wirkt die gesamte schöpferische Kraft des allmächtigen Gottes in einem! Sie zeigt eine erstaunliche Einheit. Diese Harmonie trotz der Vielfalt der Autoren und ihrer Lebensumstände ist ein starkes Zeugnis für die göttliche Inspiration der Bibel. Sie bezeugt, dass Gott der wahre Autor ist, der durch menschliche Schreiber wirkt, und dass die gesamte Schrift auf eine einzige zentrale Botschaft hinweist: die Erlösung durch Jesus Christus. Gottes Segen Euch allen!
Amen, Amen
Autor: Michael Tracy: Internationaler Bibeldienst (IBL)
Zum Thema „Heilige Schrift „kann man sich gerne dazu in unserer Gemeinde „Heilige Dreifaltigkeit“ und darüber hinaus in der Pfarrei St. Bernhard existierende Kreise einbringen. Standorte und Zusammenkünfte in der Gemeindehomepage oder zu erfragen über unser Pfarrbüro. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen.
Stralsunder biblische Kostbarkeiten
„Der Mensch lebt nicht nur vom Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“ (Mt 4,4) Wie viele bedeutende historische Bibliotheken besitzt auch die Stralsunder Archivbibliothek eine wertvolle Bibelsammlung, die weit über 100 Ausgaben umfasst. Die ältesten Exemplare sind zwei Handschriften aus dem 13. Jhd., von denen die Vulgata auf 420 Pergamentblättern mit mehr als 80 farbigen Miniaturen eine Kostbarkeit darstellt. Die ersten Drucke, Wiegendrucke genannt, weil sie bald nach der Erfindung der Buchdruckerkunst entstanden, sind die Kölner und die Lübecker Bibel aus dem 15. Jhd. in niederdeutscher Sprache. Die anderen Titel stammen aus dem 16. - 19. Jahrhundert.
Die meisten Bibeln sind deutsche, lateinische oder griechische Übersetzungen. Aber auch Drucke in Englisch, Französisch, Niederländisch, Irisch, Schwedisch, Lettisch, Bulgarisch, Syrisch, Armenisch, Hebräisch, Chinesisch, Arabisch und Obersorbisch-Wendisch findet man in der Sammlung. Besonders erwähnenswert sind die Biblia Finlandica, eine Erstausgabe des Alten Testaments in Finnisch (1642) und die Biblia Russica von 1758, die sogenannte Elisabeth-Bibel, benannt nach der Tochter Peters des Großen. Raritäten sind die Gweddie Gyffredins Bibel in Kymrisch, der Sprache der keltischen Bevölkerung von Wales, aus dem Jahr 1727, eine Heilige Schrift in Irithia, der Sprache Tahitis und die in der Zeit von 1710 - 1712 in Wandsbek erschienene Biblia Pentapla, die eine in fünffache deutsche Übersetzung katholischer, lutherischer, reformatorischer, jüdischer und holländischer Version enthält.
Zu den niederdeutschen Drucken gehört auch die Barther Bibel. Sie ist 1588 in der vom pommerschen Herzog Bogislaw XIII. gegründeten Barther Druckerei gedruckt. An einem Exemplar hängt noch eine mittelalterliche Kette, die die Bibel vor Diebstahl schützen sollte.
Viele Bibeldrucke sind reich illustriert Darunter fällt besonders die Kupferbibel des Schweizers Johann Jacob Scheuchzers (1672 - 1733) auf. Und manch Bibeleinband ist sehr prächtig und attraktiv gestaltet. (1672 - 1733) auf. Und manch Bibeleinband ist sehr prächtig und attraktiv gestaltet. Auf einem Buchdeckel befinden sich die Initialen Carls XII. Diese Bibel wurde auf Veranlassung des schwedischen Königs gedruckt und soll ein Geschenk von ihm an Axel Graf von Löwen gewesen sein. Sehenswert ist auch die Bibel des Bürgermeisters Franz Wessel - sie ist eingebunden in grauen Samt.
Felicitas Knoppke
Im Gedenken an Felicitas Knoppke verstorben 2024
Überarbeitet Roland Steinfurth
Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit Stralsund
Pfarrei Sankt Bernhard Stralsund-Rügen-Demmin
Katholisches Erzbistum Berlin
Das hier berichtete erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leser, Ihre eigenen Geschichten und Episoden sind immer herzlich Willkommen.
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