11/06/2026 0 Kommentare
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 62-1
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 62-1
# Jubiläum250

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart – Episode 62-1
Charta Oecumenica 2
Ökumene Stralsund und überall - Fragen und Aspekte Teil 1
Woher-Warum-Weshalb-Wieso-Wohin
Woher kommt der Begriff Ökumene?
Der Begriff „Ökumene“ kommt aus dem Griechischen. Als sich das Christentum in den ersten Jahrhunderten und darüber hinaus immer mehr ausbreitete, bekam „Ökumene“ die Bedeutung „zur Kirche als Ganzer gehörig“ bzw. „allgemeine kirchliche Gültigkeit besitzend“. Heute wird der Begriff in erster Linie durch die Entwicklung und das Selbstverständnis der Ökumenischen Bewegung bestimmt. Ihr geht es vor allem um drei Dinge:
• die weltweite Einheit der Christen,
• den universalen Dienst der Christen an der Welt und
• das Bemühen der Christenheit um die Einheit der Menschheit.
Quelle: https://www.dbk.de/themen/oeku...
Kurze Geschichte der ökumenischen Bewegung - Im Neuen Testament
Von Beginn an war die christliche Gemeinschaft gefährdet. Nicht zufällig mahnt der ulus die Gemeindemitglieder in Korinth: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung (1. Korintherbrief 1,10). Im Laufe der Kirchengeschichte kam es immer wieder zu Spaltungen. Manchmal genügte es, neue Gemeinden zu gründen, an denen ein anderer Schwerpunkt des Evangeliums gelebt werden konnte. Ein anderes Mal war die Spannung jedoch so groß, dass sich viele Strömungen bildeten, die man nur schwer wieder zusammenführen konnte.
Quelle: https://www.dbk.de/themen/oeku...
In der frühen Kirche und dem Mittelalter
Gab es Streit, so brachten Konzilien (Versammlungen von Bischöfen und Theologen) zwar die ersehnte theologische Klarheit. Sie boten aber gleichzeitig manchen Gruppierungen auch Anlass, sich von der Einheit in der großen Gemeinschaft abzuwenden. Im Jahr 1054 zum Beispiel kam es nach jahrhundertelanger Entfremdung zum Bruch zwischen Ost- und Westkirche; nun gab es eine Kirche für den westlichen Teil Europas und einen anderen für den östlichen. Beide berufen sich auf dasselbe Evangelium und dieselbe Tradition und doch führten Missverständnisse in der Sprache und in der Kultur zu einer Trennung. Daneben verleihen politische Konflikte solchen Entwicklungen einen Schub. Ähnlich wie bei der Trennung in Ost und West, waren auch ab dem Jahr
1517 theologische und politische Spannungen der Grund dafür, dass die Kirchen der Reformation entstanden. Danach setzte eine große Welle über die Jahrhunderte hindurch ein, dass an vielen Orten der Welt neue christliche Gruppierungen entstanden und auch bis heute fortbestehen.
Die ökumenische Bewegung im 20. Jahrhundert
Wer Gottes- und Nächstenliebe predigt, macht sich jedoch unglaubwürdig, wenn er zugleich in Zwietracht und Zerwürfnis mit seinen Mitchristen lebt. So verwundert es nicht, dass die ökumenische Bewegung nicht zuletzt in evangelischen Kreisen entstand, die sich sehr für eine Missionierung ihrer Umwelt einsetzten. Der katholischen Kirche fiel es aufgrund ihres Selbstverständnisses zunächst schwer, sich dieser Bewegung anzuschließen; im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) jedoch schuf sie die theologischen Vorbedingungen, die ihre Möglichkeiten zum Dialog mit den anderen Konfessionen eröffnete. Heute erachtet sie den ökumenischen Prozess für unumkehrbar
Quelle: https://www.dbk.de/themen/oeku...
In der Episode sind wir zeitlich in den 70 iger Jahren
1970: Kniefall von Warschau – Bundeskanzler Willy Brandt bittet Polen um Vergebung für deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. 1971 erhält Brandt dafür den Friedensnobelpreis.
1970/1971: Moskauer und Warschauer Verträge – Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch die Bundesrepublik Deutschland
1971: Bundesliga-Skandal in Westdeutschland (1971–1975)
1972: Geiselnahme von München bei den Olympischen Sommerspielen
1972: Gescheitertes Konstruktives Misstrauensvotum der CDU im Deutschen Bundestag und Neuwahl
1972: Richard Nixon wird bei den Präsidentenwahlen in den USA mit dem zweitbesten Ergebnis der Geschichte bestätigt.
1973, 1. Januar: Das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark treten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei. Aus der Gemeinschaft der Sechs wird die „EG-9“; speziell in Großbritannien redet man meist vom “Commons Market”.
1973: Ölkrise im Herbst, ausgelöst von einigen arabischen Staaten anlässlich eines arabisch-israelischen Krieges. Autofreie (Sonn-)Tage
1974: Watergate-Affäre: Rücktritt Richard Nixons
1974: Guillaume-Affäre: Rücktritt Willy Brandts
1974: Erste Fußballweltmeisterschaft in Deutschland
1975: Ende des Vietnamkriegs
1975: Geiselnahme im Wiener OPEC-Hauptgebäude
1975: Mit einem Anschlag auf einen Bus in Ost-Beirut beginnt der Libanesische Bürgerkrieg
1976: Erster G7-Gipfel
1977: Rote-Armee-Fraktion: Deutscher Herbst
1978: Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag 1978/1979, siehe auch Nahostkonflikt
1978: Der polnische Kardinal Karol Wojtyła wird Papst – Johannes Paul II.
1978: Die Islamische Revolution führt zum Ende der Monarchie im Iran
1979: NATO-Doppelbeschluss
Die Gemeindereform reduziert die Zahl der Einzelgemeinden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland um zwei Drittel. Sie ist in der Mitte des Jahrzehnts offiziell abgeschlossen.
Der Außenwert der Deutschen Mark steigt erheblich: Musste man für einen US-Dollar 1970 noch mehr als 3,50 DM berappen, sank der Preis zum Ende des Jahrzehnts unter 2 DM (siehe Wechselkurs).
Ende der 1970er: Entstehung der Partei Die Grünen, Umweltschutzbewegungen und Atomausstieggruppen
Für die Unruhe und Spannungen in der katholischen Kirche im Jahrzehnt nach dem Vaticanum stehen Erzbischof Marcel Lefebvre und die Kontroverse, die Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Küng mit seiner Schrift „Unfehlbar“ auslöst?
Sind Ihnen noch die Kultwörter dieser Jahre im Kopf:
Die wichtigsten Jugendwörter der 70er Jahre
"Fett": Das Wort "fett" wurde in den 70er Jahren häufig verwendet, um etwas als cool oder beeindruckend zu beschreiben. Zum Beispiel: "Das Konzert gestern Abend war echt fett!"
"Abgefahren": Dieses Wort wurde benutzt, um etwas als außergewöhnlich oder aufregend zu beschreiben. Es könnte zum Beispiel verwendet werden, um ein tolles Konzert oder einen aufregenden Film zu beschreiben.
"Fluppen": "Fluppen" war ein umgangssprachlicher Ausdruck für Zigaretten. Es wurde oft von Jugendlichen verwendet, um über das Rauchen zu sprechen. Zum Beispiel: "Hast du noch ein paar Fluppen für mich?"
"Kiffen": In den 70er Jahren wurde der Begriff "kiffen" populär, um das Rauchen von Marihuana zu beschreiben. Es war Teil der Hippie-Kultur und wurde oft in Zusammenhang mit dem Ausdruck "chillen" verwendet, um eine entspannte und gemütliche Atmosphäre zu beschreiben.
"Krass": Das Wort "krass" wurde in den 70er Jahren häufig verwendet, um etwas als extrem oder beeindruckend zu beschreiben. Es könnte verwendet werden, um eine starke Emotion, eine außergewöhnliche Leistung oder eine überraschende Nachricht auszudrücken.
"Schlager": In den 70er Jahren war der Begriff "Schlager" weit verbreitet und bezeichnete populäre deutsche Musik. Schlagermusik war sehr beliebt und prägte das musikalische Klima dieser Zeit.
"Disco": In den 70er Jahren war die Disco-Kultur sehr populär. Das Wort "Disco" wurde verwendet, um eine Diskothek oder einen Club zu beschreiben, in dem man tanzen und feiern konnte.
"Tussi": Der Begriff "Tussi" wurde in den 70er Jahren verwendet, um eine junge Frau abwertend zu beschreiben. Es hatte einen leicht negativen oder respektlosen Unterton.
"Freak": Der Ausdruck "Freak" wurde in den 70er Jahren verwendet, um eine Person zu beschreiben, die sich außerhalb der gesellschaftlichen Normen bewegte. Es wurde oft mit der Hippie- und Gegenkultur in Verbindung gebracht.
"Kult": Das Wort "Kult" wurde in den 70er Jahren verwendet, um etwas als besonders beliebt oder angesagt zu bezeichnen. Es wurde oft verwendet, um Musik, Filme oder Persönlichkeiten zu beschreiben, die eine große Fangemeinde hatten.
Quelle: Wikipedia.de
Ökumene ist in dieser Zeit mittendrin in der Lebensvielfalt. Ihre Wirkung zeigt sich in Bewegungen wie „Schwerter zu Pflugscharen“ oder der Taize-Bewegung.
Fazit zur Ökumene in allen Zeiten, die Ökumene ist ein Konzept, das die Einheit unter allen Christen fördert und Versöhnung sowie Zusammenarbeit anstrebt. Die Ökumene ist nicht nur eine Bewegung innerhalb des Christentums, sondern auch ein Prozess, der die Vielfalt und Gemeinschaft von Menschen aller Religionen widerspiegelt.
Quelle: Zitat Margot Käßmann Ratsvorsitzende EKD bis 2014
Ökumene heute?
Ökumene war und ist nicht nur Sache der Bischöfe und theologischer Spezialisten; alle Katholiken sind eingeladen, sich den ökumenischen Bemühungen anzuschließen, die unternommen werden, um die Einheit der Christen wiederherzustellen. (Ökumenisches Direktorium (1993) Nr. 23) Dazu sind Menschen zum Beispiel hier vor Ort und weltweit bemüht, die Einheit der Kirche abzubilden und sichtbar zu machen. Vorschläge, wie Ökumene auch bei Ihnen aussehen könnte finden Sie hier auf der Seite unter> Anregungen.
Quelle:https://www.erzbistum- koeln.de/seelsorge_und_glaube/kirche_im_dialog/oekumene/kurze geschichte-der-oekumene/
Auch in Stralsund ist Ökumene ein Teil Öffentlichkeit
Ökumenische Zusammenarbeit. Ganz praktisch. An vielen Orten auch lokal in unserer Heimatstadt arbeiten Evangelische, Katholische und Menschen weiterer Konfessionen zusammen - statt doppelt oder aneinander vorbei. Sie gestalten Formen kirchlichen Lebens: ökumenisch, glaubwürdig, an den Menschen orientiert, innovativ. Auch abseits der großen Öffentlichkeit sind innovative Projekte in Gemeinden, Seelsorgefeldern, Fort- Aus- und Weiterbildung entstanden. Sie sind Teil der Kirchenentwicklung und verdienen es wahrgenommen, nachgeahmt und weiterentwickelt zu werden.
Wenn sich Gemeinden verändern, eröffnet die gemeinsame Nutzung von Kirchen und Gemeinderäumen neue Perspektiven. Ökumenisch geteilte Gebäude bündeln Ressourcen, beleben Orte und stärken das Miteinander. Ein Beispiel dafür ist das Neue Gemeindezentrum im Stadtteil Knieper in Stralsund.
Auch die Nutzung der Stadtkirchen zu verschiedenen Anlässen für den Ökumene-Partner der solche Räume nicht präsent hat. Aus jüngster Zeit, die Nutzung der evangelischen Marienkirche für den Primiz-Gottesdienst unseres Neupriesters Dennis Castillo. Für die großen Kirchenfeste im Jahreslauf ist dies schon seit Jahrzehnten gang und gebe.
Ob in Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten, Schulen, bei der Polizei, der Bundeswehr, bei Unglücken und Katastrophen: Ein Mensch in Not denkt kaum an seine Konfession, sondern braucht Fürsorge an Leib und Seele. Viele Seelsorgeeinrichtungen wie die Telefonseelsorge sind schon jetzt ökumenisch getragen.
Immer mehr Studierendengemeinden entwickeln sich zu Ökumenischen Hochschulgemeinden und tragen dies zunehmend in ihrer Selbstbezeichnung vor Ort. Sie bieten den Freiraum, Gemeinschaft zu erleben, Orientierung zu finden und Belastungen mit anderen zu teilen. So gibt es eine gemeinsame Basis der Hochschulstudierenden im Verbund der Hochschule Stralsund und der Uni Greifswald. Die Militärische Ausbildung an der Marine-Technikschule in Stralsund hat direkt evangelische und katholische Seelsorger vor Ort.
Wer sich im ökumenischen Rahmen informieren oder betätigen möchte, findet in unserer städtischen Umgebung durchaus Möglichkeiten. Im Internet sind die Stralsunder Gemeinden präsent.
Überarbeitet Roland Steinfurth
Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit Stralsund
Pfarrei Sankt Bernhard Stralsund-Rügen-Demmin
Katholisches Erzbistum Berlin
Das hier berichtete erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leser, Ihre eigenen Geschichten und Episoden sind immer herzlich Willkommen.
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