23/04/2026 0 Kommentare
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 60
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 60
# Jubiläum250

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 60
St. Josef (Teil IV.)
Ein Heim wird zum Seniorenzentrum unter der Caritas Altenhilfe GgmbH (Teil 1)
Ein katholischer Neubau in Stralsund
1990 gibt es den Antrag zur Errichtung eines neuen Alters- und Pflegeheims im Jungfernstieg, im Kuratoriumsbeschluß wird festgehalten, es soll ein modernes Seniorenzentrum entstehen.
Das alte Heim jedoch wurde, soweit es ging auf bundesdeutschen Standard umgerüstet. Die alte Kohleheizung wurde durch eine moderne Gasheizung ersetzt In der Küche hielt Edelstahl für Möbel, Ofen - Dunstabzugshaube und Geräte Einzug. Die Waschküche wurde mit Profi-Maschinen von Miele ausgestattet.
Nach der Übergabe an die Caritas Altenhilfe (CAH) wurde ein kompletter Neubau des Altenheimes in ein modernes Seniorenzentrum favorisiert. Das fand sehr großes Gefallen in der neuen Stadtverwaltung. Der Senator für Soziales, Herr Wolfgang Fröhlich unterstütze uns in unserem Anliegen. Die CAH erwarb das Gebäude Jungfernstieg 3 von einer Erbengemeinschaft. Doch dort befanden sich noch 3 private Garagen, die aber nach vielen Gesprächen von den Eigentümern erworben werden konnten.

Die CAH beauftragte Herrn Wielke, einen Stralsunder Architekten, mit einem Vorprojekt, die Vergabe des Gesamtprojektes erhielt jedoch Herrn Ernö Südi, einen Architekten aus Bonn. Folgende Bereiche sollte das Zentrum enthalten: ca. 100 Heimplätze incl. Kurzzeitplätze, 20 Tagespflegeplätze, ca. 50 Wohnungen für Betreutes Wohnen, weiterhin ein Gottesdienstraum. Ursprünglich sollten die Geschosshöhen von ca. 3,50 m der Gebäude Jungfernstieg 2und 3 aus Gründen der Denkmalpflege sich im neuen Zentrum wieder finden. Nach einem Wechsel des Bauamtsleiter bei der Stadtverwaltung wurde jedoch die Raumhöhe auf das normale Maß reduziert, sodass jetzt ein zusätzliches Geschoss eingebaut werden konnte.
Die CAH konnte den Orden der Salvatorianerinnen gewinnen, um in das Zentrum einzuziehen. Sie sollten seelsorgerische Aufgaben im Zentrum und der Gemeinde übernehmen. Zusätzlich wurde eine medizinische Fußpflege von den Ordensschwestern angeboten. So reisten 4 Salvatorianerinnen nach Stralsund. Schwester Marion, Schwester Pia, Schwester Dorothea und Schwester Mariella, dazu mehr in einer anderen Episode.
Im Jahr 1992 stellen die Architekten ihr Vorhaben öffentlich aus. Dazu wird der Gebäudekomplex Jungfernstieg 3 gekauft und die Anlage Jungfernstieg 2 wird der Caritas Altenhilfe von den Borromäerinnen geschenkt. 1994 ist Grundsteinlegung für das neue Senioren Zentrum und am 19.01.1995 wird Richtfest gefeiert. Schon im Mai desselben Jahres beginnt der Umzug aus dem alten Pflegeheim in den Neubau und zu Pfingsten 1995 wird der erste Gottesdienst in der neuen Kapelle gefeiert. Bald darauf beginnt der Abriss des alten Heimes, die alte Eingangstür wurde ausgebaut, renoviert und gestrichen. Im September erfolgte dann der Einzug der neuen Mieter. Zwischendurch hatte die Leitung gewechselt, Herr Ohlemann hatte diese kommissarisch inne und wurde nun von Frau Barbara Aschenbrenner abgelöst.
Heimleiter bzw. Zentrumsleiter St. Josef
In den ersten Jahren bis zur Errichtung des Neubaus war in der Leitungsebene ein ständiger Wechsel nicht gerade förderlich.
1995 kommissarisch Herr Ohlemann
1995 kurzzeitig Herr Gumbiowski
1995 Frau Barbara Aschenbrenner
Frau Barbara Aschenbrennen war dann im Jahr 1996 die erste Leiterin des neuerbauten Senioren Centrums St. Josef in Stralsund.
Am 28.09.1996 machte unser Weihbischof Wolfgang Weider in Stralsund Station. Die Einweihung des Caritas Seniorenzentrums „St. Josef“ war Anlass seines Kommens. Viele wichtige Leute fanden viele gute Worte. Das neuerbaute Seniorenzentrum im Herzen unserer Stadt ist ein Forum der Begegnung. Von den Verantwortlichen wurde betont, daß es keine Rolle spielt, ob man katholisch, evangelisch oder ohne Konfession ist. In diesem neuen Haus ist jeder willkommen.
Dies ist sicher richtig. Aber sollte nicht gerade dieses Haus in seiner Tradition aus den Vorgänger Bauten, aus seinem Inneren heraus sein „Katholisch-sein“ in die Stadt tragen, wie schon Jahrzehnte zuvor. Der Leitung und den Mitarbeitern des Hauses der Stadtcaritas, der Caritas Sozialstation und nicht zuletzt den Bewohnern und unserer Gemeinde sollte die Verpflichtung und Anliegen sein.

Unser neues Seniorenzentrum
Ein Seniorenheim (auch Seniorenresidenz, Altenheim, Altersheim oder Feierabendhaus) ist eine stationäre Einrichtung, in der ältere Menschen wohnen, versorgt und betreut werden. Die Bewohner leiden überwiegend an altersbedingten Beeinträchtigungen und können sich in der eigenen Wohnung nicht mehr allein versorgen.
Pflegeheim
In einem Pflegeheim werden pflegebedürftige Menschen in der Regel vollstationär untergebracht und von Pflegekräften gepflegt und versorgt. Oftmals wird eine teilstationäre Pflege in einem Pflegeheim angeboten, die als Tages- oder Nachtpflege gestaltet ist. Auch Kurzzeitpflege kann befristet in Anspruch genommen werden. Im Pflegeheim ist der Abhängigkeitsgrad der Versorgung durch das Pflegepersonal in der Regel sehr hoch.

Betreutes Wohnen
Eine sehr beliebte Wohnform im Alter ist das Betreute Wohnen. Dieses Angebot wird oftmals von älteren Menschen angenommen, die wenig Betreuungs- und Hilfebedarf haben. Sie verfügen jedoch meist über eine im Alter ungünstig gelegene und ausgestattete Wohnung. Das Betreute Wohnen bietet mit einem barrierefreien Wohnraum, Duschmöglichkeiten u. ä.
Wohngruppen
In einer Wohngruppe leben vier bis acht pflegebedürftige Bewohner zusammen. Jeder Bewohner verfügt meist über ein Einzelzimmer mit Sanitärbereich. Für alle gemeinsam stehen ein Wohnzimmer/Gemeinschaftsraum und eine Küche zur Verfügung. Der Alltag wird vom Pflegepersonal gemeinsam mit den Bewohnern organisiert und gestaltet. Auch die Angehörigen sollen einbezogen werden. Eine Wohngruppe kann für ausschließlich Demenzkranke eingerichtet und ausgestattet sein, oder auch gemischt mit körperlich eingeschränkten, pflegebedürftigen Menschen.
All dies wird auch in Stralsund entstehen nach dem die Cartas Altenhilfe GgmbH
Unser Josefsheim im Jungfernstieg übernommen hat. Tagespflege St. Josef
Gemütlich und familiär geht es zu in der Tagespflege St. Josef in Stralsund. Gemeinsam gestalten wir den Tag, je nach den Wünschen der Gäste. Hier können sie Neues entdecken, in alten Zeiten schwelgen, sich bewegen und ihr Gedächtnis auffrischen. Dabei sind Sie unter Menschen und rundum gut versorgt.
In der Leitung des Zentrums gab es nach dem Weggang von Frau Barbara Aschenbrenner, weiterhin keine Kontinuität.
2001 kommissarisch Frau Hänsch Leitung/Verwaltung
2001 Herr Baur
2003 Herr Schulz
2008 Herr Thomas Wittkowski
2013 Herr Marcus Beyer
Zu den oben genannten Personen, die nach Herrn Norbert Mann das Haus leitungsmäßig übernahmen, gab es keine weiteren Informationen in der Chronik des Hauses.
Mit Herrn Thomas Wittkowski arbeitet von 2008 die Leitungsebene bis 2013.
Thomas Wittkowski
geb. am 02.05.1976 in der Hansestadt Rostock, aufgewachsen in der Hansestadt Demmin macht dort sein Abitur am Musikgymnasium. Dann zwei Jahre Zivildienst beim Caritasverband Vorpommern e.V. in Demmin. Zwischendurch Angestellter bei der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Demmin GmbH. Danach ein Studium „Social Work“ an der katholischen Fachhochschule Berlin (KFB); Abschluss staatl. anerkannter Diplom Sozialarbeiter/Sozialpädagoge. Wird dann bis 2002 Sozialarbeiter; IMBSE GmbH Teterow; bis 2008 stellvertretender Zweigstellenleiter IMBSE GmbH; anschließend Aufstiegsqualifizierung (IHK); Fachwirt im Sozial und Gesundheitswesen (IHK); Betriebsfachwirt (IHK); von 2008 – 2015 Regionalleiter; Caritas Altenhilfe GGmbH
2015 – 2018 Geschäftsführer; Caritas Mecklenburg e.V. Kreisverband Mecklenburg Strelitz
2018 – 2021 Regionalleiter; Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V.; Region Neubrandenburg; ab 2021 Bürgermeister der Hansestadt Demmin.
Überarbeitet Roland Steinfurth
Korrektur Wolfgang Vogt
Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit Stralsund
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