16/04/2026 0 Kommentare
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 59-3
Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 59-3
# Jubiläum250

Katholisches Leben in Stralsund – eine Zeitschiene bis in die Gegenwart - Episode 59-3
Die Mitarbeiter im Haus St. Josef in Stralsund
Erinnerungen an meine Dienstzeit in St. Josef
Es ist schon viel über das Altenpflegeheim St. Josef im Jungfernstieg 2 berichtet und geschrieben worden.

Mein Berufsleben hat in Bergen auf Rügen begonnen. Ich arbeitete dort als Fachverkäuferin für Haushaltswaren im Rationell in der Bahnhofstrasse. Schnell merkte ich, dass diese Tätigkeit nicht meine Erfüllung gewesen ist und ging auf Anraten von Pfarrer Kurt Ponikewski, der damals in Binz tätig war, nach Berlin-Weissensee in das Bischof-Ketteler-Haus, um dort ein Jahr für Gott kostenlos, als Leiterin der kalten Küche, zu arbeiten. Hier lernte ich auch unseren ehemaligen Pfarrer Reinhold Janiszewski kennen, der zu der Zeit Caritas-Direktor in Berlin war.
Wieder in Stralsund angekommen, absolvierte ich ein Praktikum im Krankenhaus am Sund, dass Herr Diakon Lebek organisiert hatte. Anschließend stellte er mich in St.Josef ein. Bedingung war Fernstudium zur Pflegefachkraft aufzunehmen und erfolgreich zu beenden. Diakon Lebek war seinerzeit Vorsitzender des Kuratoriums von St. Josef und die Herren Larisch und Luksch gehörten ebenso dem Vorstand an, soweit ich mich erinnere.

Im Jahre 1979 erfolgten dann Heirat und Umzug nach Stralsund. Die damals tätigen Schwestern waren skeptisch mit der Einstellung einer jungen Frau, so was stellt man doch nicht ein, die bekommt doch gleich Kinder, hieß es. Unser Ortspfarrer Wolfram Lewicki reagierte mit einem Wort aus der Heiligen Schrift und sagte, die mit Tränen sähen, werden mit Jubel ernten. Und es kam, wie es kommen musste, unsere Kinder wurden 1980 und 1981 geboren.
So durften die Mitarbeiter Frau Monika Lange, Frau Gudrun Kapteiner, Frau Wilhelmine Hintner, später auch ihre Tochter Marianne und Frau Martha Kühnel noch ein Weilchen auf mich warten. Alle waren nett, hilfsbereit und zu den Heimbewohnern bestand ein gutes Verhältnis. Ich möchte behaupten, dass wir wie eine richtige Familie waren. Wir haben zusammen gelacht, gesungen und auch geweint. Wenn ich Wochenenddienst hatte, kam meine Familie zum Mittagessen. Die Mitarbeiter und Bewohner haben sich sehr über den Besuch der Kinder gefreut, weil sie natürlich beim Tischdienst und Aufräumen des Speiseraumes mithalfen.
Zur Adventszeit gestalteten die Kinder mit großer Freude ein kleines Programm, sie sangen Lieder, sagten Gedichte auf und musizierten auf der Flöte. Auch in der Faschingszeit gab es lustige Feiern mit Kostümen, Spielchen und Pfannkuchen.
In der Küche waren Frau Helga Vital, Frau Veronika Komarek, Frau Anneliese Lissner und Frau Edith Drews, die später die Wäscherei übernommen hatte, tätig. Am Samstag und Sonntag kam Frau Hedwig Volksdorf aus Klausdorf ehrenamtlich zur Unterstützung des Küchenteams. Frau Hedwig Pach war als Servicekraft die gute Seele, die für Ordnung und Sauberkeit im Hause sorgte.
1979 war, wie bekannt, auch das Jahr in dem die Schwestern ins Mutterhaus nach Görlitz gerufen wurden. Nach einer kurzen Übergangszeit wurde dann Herr Norbert Mann Heimleiter von St. Josef. In dieser Zeit begann sich auch das ehrenamtliche Engagement und das Diakonat für das Haus zu entwickeln. Frauen aus der Gemeinde, Jugendliche, Ministranten und auch Männer haben sich für verschiedene Aufgaben gemeldet. Ganz wichtig im Winter die Heizung. Willi Hauser, Jonny Brath und Herr Borchard waren als Heizer abwechselnd tätig.

Zum Küchendienst an Sonn - und Feiertagen hatten sich Marion Keil, Susanne Komarek und Ilona Noll zum Dienst eingefunden. Auch die Mithilfe bei den Nachtwachen an den Wochenenden wurde mit großem Dank angenommen. An Frau Jutta Sitte, Frau Magda Grieger, Frau Waltraud Schulz und Frau Barbara Wenzel kann ich mich gut erinnern, um einige zu nennen. An dieser Stelle möchte ich auch das Ehepaar Schwarz, die im Hause wohnten, erwähnen. Herr Schwarz gehörte zu den ersten Diakonats Helfern unserer Gemeinde. Frau Schwarz kümmerte sich bis ins hohe Alter mit viel Liebe und Engagement um die Kapelle und Sakristei.
Der Neubau des Caritas-Seniorenzentrums brachte dann viel Ungewohntes und alle, ob Mitarbeiter und auch die Bewohner des Hauses, mussten sich auf die neue Situation einstellen und eingewöhnen.

Im Januar 2018 beendete ich meine aktive Tätigkeit nach 40 Dienstjahren in St. Josef und ging in den wohlverdienten Ruhestand.
Regina Siewek
Tagespflege im Caritas-Seniorenzentrum
Auch im Alter fit bleiben
Die Tagespflege im Caritas Seniorenzentrum in Stralsund hat seit November letzten Jahres ihre Pforten geöffnet. Hier treffen sich alte, pflegebedürftige Menschen und verbringen gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag. Zusammen wird erzählt, gesungen und gespielt, weiter stehen Spaziergänge, Gedächtnistraining, Sitzgymnastik, Kochen und Backen auf dem Programm. Ein Angebot, das sich vor allem auch an vereinsamte und verwirrte ältere Menschen wendet.
Geöffnet ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr. Wer uns kennenlernen möchte, dem bieten wir einen kostenlosen Probetag bei uns an.
Wenn Sie an genaueren Informationen interessiert sind, dann rufen Sie uns an unter (0 38 31) 2 42-12 7 oder 2 42-0, Ansprechpartnerin ist Frau Bartels.
Sie werden durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen in eine der Pflegeklassen eingestuft.
Vielleicht haben Sie einen pflegebedürftigen Menschen in Ihrer Familie oder in der Nachbarschaft, für den die Tagespflege Hilfe und Abwechslung bedeuten könnte. Wir würden uns freuen, wenn Sie mithelfen, unsere Einrichtung bekannt zu machen.
Frau Bartels
Überarbeitet Roland Steinfurth
Korrektur Wolfgang Vogt
Gemeinde Hl. Dreifaltigkeit Stralsund
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