03/04/2026 0 Kommentare
Hilfe zur Notfhilfe
Hilfe zur Notfhilfe
# Bericht

Hilfe zur Notfhilfe

Bereits im November 2025 erreichte uns die Anfrage der Nothilfeorganisation MISSION LIFELINE International, ob ein Teil unserer Pilgerunterkunft in Stralsund von Februar - April zur Verfügung steht. Der Grund dafür sind die Arbeiten am neuen Seenotrettungsschiff der Organisation, welches in der Nähe von Stralsund auf den Einsatz an der tödlichsten Grenze Europas, dem Mittelmeer, vorbereitet werden soll. Mittlerweile sind die Arbeiten am Schiff in vollem Gang und die Lifeline Crew ist überglücklich unsere Räumlichkeit, nach langen und anstrengenden Arbeitstagen, nutzen zu können.
Wer genau ist MISSION LIFELINE International? Hier eine kleine Zusammenfassung.
Weltweit und täglich sind Menschen auf der Flucht in Gefahr. Ob zu Wasser oder an Land, ob im Mittelmeer, in Afghanistan, auf Lesbos, der Ukraine oder im ganz normalen Alltag – wir tun, was wir können: wir wollen Menschen sein. Wir fühlen nicht nur Verantwortung, wir sind auch bereit, sie zu tragen. Wir helfen denen, die unsere Hilfe benötigen und wir retten Menschen, wenn sie in Lebensgefahr sind.
Wie wir wurden, was wir sind:
Unser erstes Schiff, die LIFELINE, kauften wir im August 2017 und nur einen Monat später startete die erste Mission. Seitdem konnten wir 24 Rettungseinsätze mit verschiedenen Schiffen, vorwiegend im Zentralen Mittelmeer, aber auch auf der hochgefährlichen Atlantikroute, durchführen. Unser letztes Schiff, die RISE ABOVE, fuhr ihre letzten Einsätze im Jahr 2023 und rettete hunderte Menschen vor dem Ertrinken – allen politischen Hindernissen zum Trotz. Zur Zeit bauen wir nun unser neues Schiff aus, die LIFELINE SAR, Sie wird im Sommer 2026 in See stechen.

Doch die Seenotrettung blieb nicht unsere einzige Aufgabe.
Bereits 2020 hat sich MISSION LIFELINE zu weit mehr als einer reiner Search-and-Rescue-Organisation entwickelt. Die erschütternden Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern haben uns dazu bewogen, lokale Organisationen auf Lesbos zu unterstützen. Seit vier Jahren helfen wir bei der Finanzierung eines Safe Houses, in dem heute queere Geflüchtete leben.
Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 gerieten hunderttausende Menschen in Lebensgefahr. Im Stich gelassen von westlichen Arbeitgebern versteckten sie sich oder versuchen zu fliehen. Wir unterstützen sie mit Safe Houses und Lebensmitteln. Zudem stellen wir rechtlichen Beistand zur Verfügung und konnten schon vielen die Ausreise in Sicherheit ermöglichen.
Als Russland im Februar 2022 die Ukraine überfiel, war für uns klar: wir helfen. Ob bei der Evakuierung, mit Medikamenten oder Hilfstransporten – wir waren sofort zur Stelle, um unseren Beitrag zu leisten. Besonders in Odesa und Cherson setzen wir uns intensiv für Binnenvertriebene ein.
Gemeinsam mit vielen hundert Ehrenamtlichen arbeitet das Team von MISSION LIFELINE ausschließlich spendenfinanziert.
Besucht gern auch die Website, um mehr zu erfahren und wenn möglich, eine Patenschaft für das neue Rettungsschiff zu übernehmen.

Frank Thalemann
Logistik MISSION LIFELINE inernational e.V.
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