Firmfahrt ins Haus St. Elisabeth in Lage bei Rieste

Firmfahrt ins Haus St. Elisabeth in Lage bei Rieste

Firmfahrt ins Haus St. Elisabeth in Lage bei Rieste

# Bericht

Firmfahrt ins Haus St. Elisabeth in Lage bei Rieste

Am Samstag, 15. August 2026, dem Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ging es für die Firmlinge dieses Jahres endlich los. Zusammen mit den Firmbegleitern Gemeindereferentin Ingrid Uhlemann, Josi, Toni und mir fuhren wir nach der Hl. Messe in unserer Pfarrkirche mit zwei Bullis in Richtung Osnabrück. Das Haus Elisabeth ist eine Selbstversorgerunterkunft neben dem Kloster Lage und der Wallfahrtskirche St. Johannes der Täufer, das von einem Verein getragen wird und Jugendgruppen, Familien und anderen zu geistlichen Zusammenkünften angeboten wird. Die beiden Brüder Reinhard und Martin Trimpe, Priester aus dem Bistum Osnabrück, haben diesen Ort ins Leben gerufen.

© Johannes Schaan

Nach einer relativ entspannten Fahrt ohne große Staus kamen wir gegen 17 Uhr und wurden herzliche von den beiden Pfarrern begrüßt. Den Abend verbrachten wir mit der Organisation der Zimmer, Abendessen und einer Menge Spiel und Spaß.

Am Sonntag, 16. August, feierten wir am Vormittag den Sonntagsgottesdienst in der Kirche des Hl. Johannes des Täufers. Wir haben viele tolle Lieder gesungen. Eigentlich wollte uns Pater Bernhardin von den Franziskanern, die in Kloster Lage seit 2021 leben, durchs Kloster führen. Er hatte aber im Anschluss an die Hl. Messe eine Taufe. Spontan sprangen dafür Sr. Fidelis und Sr. Gratia von den Clarissen-Kapuzinerinnen ein, die auch einen Teil des Klosters bewohnen. Es war eine sehr schöne Begegnung im Klostergarten, bei der die Schwestern von ihrem kontemplativen Leben berichteten. Leider müssen sie und dann später auch die Brüder das Klostergebäude bald verlassen, weil es von der Diözese Osnabrück verkauft wird.

© Johannes Schaan

Der erste Tag stand ganz unter dem Motto: "Was hast du für Vorbilder?" Wir haben uns mit vielen Heiligen wie auch die Hl. Clara von Assisi beschäftigt, die ein starkes Vorbild für das christliche Leben sein können. Alle Firmlinge können sich ja zur Firmung einen Firmnamen von einem bedeutenden Heiligen wählen, der für ihr Leben eine besondere Bedeutung hat. Ein Fragebogen, den Toni entwickelt hatte, brachte jedem drei Vorschläge von Heiligen, die zu seiner Persönlichkeit passen.

Dann kamen noch die beiden Trimpe-Brüder zu Besuch und erzählten etwas zu ihrer 83-jährigen Lebensgeschichte und der Geschichte des Hauses St. Elisabeth. Das war sehr spannend, vor allem wie Gott so manches zum Guten gefügt hat. Den Abend ließen wir mit Grillen, Tischtennisspielen und zwei Runden Werwolf in froher Runde ausklingen.

© Johannes Schaan

Heute, am 17.08., hatten wir die erste größere thematische Einheit. Es ging um die Frage nach dem Bösen in dieser Welt und wie Gott, der doch gut ist, das zulassen kann. Dazu gab es eine Gruppenarbeit mit anschließender Auswertung. Anschließend haben wir unsere christliche Botschaft vom Kreuz Christi und seiner rettenden Liebe betrachtet. Eine Antwort auf diese Frage, die vielleicht nicht eine harmonische Lösung anbietet, aber eine ganz neue und andere Perspektive auf unsere Wirklichkeit schenkt. Am späteren Nachmittag sind wir dann nach einem Spaziergang in den nahegelegenen Ort Rieste zum Einkaufen, in die Wallfahrts- und Klosterkirche St. Johannes zur Kreutztracht gegangen.

© Johannes Schaan

Zwei Johannitermönche aus den Anfängen des Klosters hatten eine Vision, sie sollten dieses Kreuz schnitzen, das wundertätig sein werde. So entstand ein bedeutender Wallfahrtsort, zu dem viele Menschen kommen, um für sich oder andere leidende Personen zu beten. Dazu wird dann das Kreuz um die Kirche getragen und dabei Rosenkranz gebetet. Das konnten wir dann auch gemeinsam tun. Es war eine gute Erfahrung, dass man eine schwere Last leichter trägt, wenn man nicht allein ist. Und wir wissen, dass Jesus das Kreuz für uns getragen hat und immer mit uns geht, so dass wir niemals allein sind.

© Johannes Schaan
© Johannes Schaan

Der vierte Tag unserer Fahrt stand ganz unter dem Thema Beziehung. Unser Glaube ist nämlich im wesentlichen auf unsere Beziehung mit Gott und untereinander ausgerichtet. Wir glauben einen Gott, der bei uns ist und zu uns spricht. Und wie auch bei jeder menschlichen Beziehung gibt es Dinge, die stören, unsere Beziehung trüben oder auch kaputt machen können. Im Gegensatz zum Menschen lässt uns Gott aber nie los. Daher können wir immer wieder zu ihm kommen. Eine sehr wichtige Form der Beziehung und Beziehungspflege mit Gott ist das Gebet. Am Vormittag waren sieben Gebetsstationen vorbereitet, um die verschiedenen Formen des Gebetes kennenzulernen. Da gab es z.B. die Stille, das Meditieren der Heiligen Schrift, die Betrachtung oder auch die Möglichkeit, Jesus einen Brief zu schreiben. Am Nachmittag haben wir dann noch eine besondere Form des Gebetes betrachtet: den Rosenkranz. Jeder durfte einen basteln. Dann sind wir in den benachbarten Rosenkranzgarten gegangen und ihn auch gemeinsam gebetet.

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