08/10/2026 0 Kommentare
Festliche Eröffnung der neuen Pilgerschutzhütte in Horst
Festliche Eröffnung der neuen Pilgerschutzhütte in Horst
# Pilgerinitiative-de

Festliche Eröffnung der neuen Pilgerschutzhütte in Horst
Ein echter Meilenstein für die Via Baltica in Vorpommern: Am 2. Oktober wurde die neu errichtete Pilgerschutzhütte in Horst feierlich eröffnet. Direkt am historischen Pilgerweg gelegen – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche, dem Pfarrhaus sowie einem Bolz- und Spielplatz – ist hier ein wunderbarer neuer Ort des Durchatmens und der Begegnung entstanden.
Von Swinemünde bis nach Santiago – Ein Weg, der verbindet
Die Via Baltica, auch als Baltisch-Westfälischer Weg bekannt, führt vom Baltikum kommend über Vorpommern bis nach Münster und schließt an das weltweite Netz nach Santiago de Compostela und Finisterre an. Wer in Horst Rast macht, befindet sich auf einer beeindruckenden Reise: Rund 3.300 Kilometer trennen diesen Ort von Santiago, etwa 2.000 Kilometer sind es bis nach Tallinn.
Hand in Hand aus eigener Kraft gebaut
Das Besondere an der neuen Schutzhütte: Sie entstand in echter Gemeinschaftsarbeit! Die Hütte wurde mit viel Eigeninitiative, dem unermüdlichen Einsatz zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sowie dank der tatkräftigen Unterstützung regionaler Sponsoren in Eigenregie errichtet.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten, die mit angepackt, Material gespendet oder das Projekt finanziell unterstützt haben! Dieses großartige Engagement zeigt einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt in unserer Region ist.
Herzliche Grußworte und feierlicher Segen
Auch Bürgermeister Thomas Pauketat überbrachte seine besten Grüße und würdigte die große Bedeutung des Projekts für die Gemeinde und die gesamte Region.
In ihrem feierlichen Grußwort blickte Pastorin Christine Deutscher auf die Entstehungsgeschichte und den tiefen Sinn des Pilgerns zurück: „Pilgern kommt aus dem Lateinischen ‚per agrum‘ – über den Acker hinausgehen. Unterwegssein lebt von Gastfreundschaft“, betonte sie. Mit der anschließenden Segnung wünschte sie allen Einkehrenden einen Ort der frohen Begegnung, der Kraft und des Friedens.
Warum gute Infrastruktur zählt: Ein Ort zum Rasten und Begegnen
Ein funktionierendes Wegenetz lebt nicht nur von gut ausgeschilderten Pfaden, sondern vor allem von Orten, an denen man innehalten kann. Eine durchdachte Pilgerinfrastruktur schenkt Orientierung, Sicherheit und die nötige Ruhe auf langen Etappen.
Dabei ist unsere neue Schutzhütte bewusst keine Übernachtungsherberge, sondern lädt primär zum Verweilen ein:
Schutz & Erholung: Hier kann man sich bequem hinsetzen, die Füße ausstrecken, eine Pause einlegen und ist zuverlässig vor Wind und Wetter geschützt.
Begegnungsort im Dorf: Die Hütte ist nicht nur für Vorbeiziehende gedacht – sie verbindet die Pilgersleute direkt mit den Menschen vor Ort. Bei einer kurzen Rast entstehen oft die schönsten und persönlichsten Gespräche zwischen Einheimischen und Reisenden.
Erinnerungen festhalten: Stempel und Kirchenbuch
Wer in Horst Halt macht, kann sich nicht nur erholen, sondern auch die eigene Reise dokumentieren:
Offizieller Pilgerstempel: In Horst steht ab sofort der begehrte Stempel für den Pilgerpass bereit. Ein Blick in einen voll gestempelten Pilgerausweis macht deutlich, wie stolz jeder einzelne gesammelte Stempel macht!
Das Kirchenbuch in Horst: In der Horster Kirche tragen sich Pilgernde aus aller Welt in das Gästebuch ein. Die am weitesten gereiste Pilgerin in diesem Sommer stammte dabei sogar aus Mexiko!
Wünsche für die Zukunft
Mit dem Bau der Schutzhütte ist der Grundstein gelegt. Nun gilt es, diesen Ort gemeinsam mit Leben zu füllen: So gibt es bereits erste Ideen für die Pflanzung einer „Pilgerrose“ zusammen mit der Jakobusgesellschaft – als sichtbares Zeichen der Verbundenheit und des Friedens.
Wir als Ökumenische Pilgerinitiative Vorpommern wünschen uns von Herzen ein lebendiges Miteinander zwischen Pilgerschutzhütte – Kommune – Dorf – Kirchengemeinde – und allen Pilgern!
Liebe Grüße und allzeit gute Wege!
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