15 Jahre Kirchweihfest Stella Maris Binz

15 Jahre Kirchweihfest Stella Maris Binz

15 Jahre Kirchweihfest Stella Maris Binz

# Bericht

15 Jahre Kirchweihfest Stella Maris Binz

Am 08. Januar 2011 hat der damalige Erzbischof von Berlin Georg Kardinal Sterzinsky die vergrößerte Kapelle Stella Maris in Binz benediziert und die Altarweihe vollzogen. 15 Jahre sind nun schon wieder vergangen. Am letzten Sonntag haben wir in einem feierlichen Gottesdienst die Kirchweihe gefeiert. Pfarrer Scholtz hat in einem kurzen Abriss den Bauablauf noch mal skizziert. Frau Rhea Böhme hat die Liturgiefeier wunderbar musikalisch umrahmt. Nach der Heiligen Messe gab es einen Empfang bei Sekt, Kaffee und Kuchen. Es gab lebhafte Gespräche zwischen den Gästen. In einer Diashow konnte man noch mal den Bauablauf, die Kirchweihe und den Besuch der ehemaligen Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel Revue passieren lassen.

Hier nun ein kurzer Abriss zur Geschichte des Bauwerks. Schon seit 1995 war ein Neubau der Binzer Kapelle aus dem Jahr 1925 im Gespräch. Zwar wurde Stella Maris 1966 schon mal vergrößert. Aber besonders nach der „Wende“ und in den Sommermonaten war die Kapelle viel zu klein. Auf dem Vorplatz standen Stühle und Bänke, die zu jedem Gottesdienst auf- und abgebaut werden mussten. Bei Schlechtwetter hatten viele Gäste gar kein Angebot.

Seit 1995, damals noch mit Pfarrer Harry Karcz, bemühte man sich um eine Verbesserung der baulichen Situation für die zunehmende Anzahl an Gottesdienstbesuchern. Mehrere Planentwürfe wurden erarbeitet. Es wurde geplant und wieder verworfen, bis dann ein funktionaler und in den Kostenrahmen passender Entwurf vorlag. Dann begann das Sammeln von Geld.

Der „Erste Spatenstich“ erfolgte im Mai 2009. Kardinal Sterzinsky wertete den Baubeginn als Zeichen der Hoffnung. Die Grundsteinlegung wurde am 05. September 2009 durch Weihbischof Matthias Heinrich vollzogen. Das Richtfest wurde am 27. November gefeiert.

Es ist ein architektonisches Schmuckstück entstanden. Der Entwurf stammt von Burkhardt Eriksson, einem Stralsunder Architekten. Die vorhandene Kapelle wurde erhalten und mit neuen Funktionen ausgestattet. In den alten Kapellenraum schiebt sich der Kirchenneubau. Dieser setzt sich als markanter ovaler Solitär in Form eines Tropfens von der Architektur der Umgebung ab und teilt die alte Kapelle in zwei Bereiche. Im westlichen Teil befindet sich der Technikraum. Auf der anderen Seite liegen die Sakristei und das Foyer. Der alte Giebel der Eingangsseite blieb erhalten. Mit der alten Kapelle ist auch ein Stück Identität der kleinen Ortsgemeinde erhalten geblieben.

Ziel und Absicht des Architekten war es, den Neubau als solches zu zeigen. Herr Eriksson hat sich der Metapher des Tropfens bedient. Das Symbol des Wassers direkt an der Ostsee zu benutzen, lag sehr nahe und ist sehr bewusst gewählt worden.

Der Erweiterungsbau wurde in Holzbauweise ausgeführt. Die äußere Beplankung erfolgte mit weißen Trespa-Schichtstoffplatten. Es wurde ein geneigtes Kegeldach ausgebildet. Die Belichtung erfolgt durch einzelne senkrechte Lichtschlitze und ein umlaufendes Fensterband. Ursprünglich sollte dieses Band künstlerisch gestaltet werden. Da finanzielle Mittel gespart werden mussten, hat man sich zum Weglassen dieser Gestaltung entschieden. Im Nachhinein eine hervorragende Entscheidung. Die Kirche ist hell und man hat zu jeder Jahreszeit eine andere Sicht.

Für die Innenraumgestaltung hatte die Gemeinde einen Wettbewerb ausgeschrieben. Nach einer stundenlangen Diskussion hat eine Jury Frau Evelyn Körber aus Hohenfelden bei Erfurt mit der weiteren Entwurfsbearbeitung und der Realisierung beauftragt. Die Gemeinde, die sich zum Gottesdienst zusammenfindet, besteht zum größten Teil aus Gästen, also einander fremden Menschen. Diese Tatsache und auch der eigenwillige Grundriss der Kirche waren die Gründe, den Raum zu zentrieren. Alle versammeln sich um den Altartisch und bilden sichtbar die Gottesdienstgemeinschaft. Der Altar, Ambo und Gabentisch sind aus Gotlandstein gefertigt, einem für den Ostseeraum charakteristischen hellgrauen Kalkstein. Der vorhandene Tabernakel wurde vor einem großen gläsernen Kreuz, das an eine Monstranz denken lässt, integriert. Der Fußboden und die Altarinsel sind mit großformatigen Grünsandsteinplatten belegt.

Finanziert wurde das rund eine Million teure Bauprojekt vom Bonifatiuswerk, vom Erzbistum Berlin und vom Land Mecklenburg-Vorpommern, sowie der Pfarrgemeinde selbst, die Spenden sammelte. Dankbar sind wir auch für die Unterstützung der ehemaligen Bundeskanzlerin Frau Merkel.

Wir freuen uns, dass die Seelsorge für Einheimische und Touristen durch diese Baumaßnahme entscheidend verbessert werden konnte. Wir freuen uns immer, wenn Urlauber sich über die schöne und helle Kirche freuen.

Zum Kirchweihfest haben wir auch die Haussegnung der Kirche und des Gästehauses vollzogen. Das Foto zeigt Pfarrer Scholtz bei der Beschriftung der Kirche. Muss er jetzt eine Höhenzulage erhalten?

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an alle, die das Kirchweihfest unterstützt und bei der Durchführung geholfen haben.

Norbert Diener 

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