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Kapelle „St. Michael“, Zingst

In Zingst wurden 1921 die ersten katholischen Gottesdienste gefeiert, zunächst in privaten und gemieteten Räumlichkeiten. 1925 begannen erste Kurgottesdienste. Mit der Ankunft von circa 2000 katholischen Vertriebenen und Flüchtlingen auf dem Darß ergab sich die Notwendigkeit eines geeigneten Ortes. Deshalb erwarb Pfr. Bruno Schekel 1948 ein altes Seemannshaus, das er zum Pfarrhaus umfunktionierte. Daran baute er die heutige Kapelle, die unter das Patronat des Erzengels Michael gestellt wurde. Prälat Puchowski benedizierte den kleinen Gottesdienstort mit etwa sechzig Sitzplätzen am 24. Juni 1950.

1966 wurde der Tabernakel des Ribnitzer Künstlers Josef Hoogk hergestellt und in die Kirche eingebaut. Der Maler und Bildhauer Rudolf Brückner-Fuhlrott, der in der Ahrenshooper „Künstlerkolonie“ lebte, ist der Schöpfer des 1973 Wandbilds des Erzengels Michael. Er wird mit einem Wanderstab dargestellt, der zugleich als Lanze fungiert und scheinbar mühelos den Drachen durchbohrt.

Das Kreuz im Altarraum mit den sechs Wandleuchten wurde vom Zingster Schmied Tabbert gefertigt. Die Bernsteine für die verklärten Wundmale stiftete die Trexler Familie aus Wieck. Es verbindet das christliche Kreuzessymbol mit dem Anker, der ein altes christliches Symbol der Hoffnung ist, in der „wir einen sicheren und festen Anker der Seele [haben], der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang [des Allerheiligsten im Jerusalemer Tempel]“ (Hebr 6,19). 1995 wurden die Kapazität auf fast 100 Plätze erhöht, um dem Interesse der Urlauber an kirchlichen Angeboten gerecht zu werden.